Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

auszermenschlich, adj.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1431, Zeile 12 [Grimm]
AUSZERMENSCHLICH adj.   außerhalb des menschen und seiner vorstellungen existierend: 1769 jene halb unmenschliche, übermenschliche und außermenschliche pflichten vom leben im himmel! vom beständigen gebet! vom ewigen gedanken an tod, gericht und ewigkeit! Herder 6,95 S. ⟨1838/9⟩ selbst in außermenschliche regionen war sein (Münchhausens) lebensloos geworfen worden; er ließ nach den ersten stunden der bekanntschaft merken, daß er einen theil seiner tage unter dem vieh zugebracht habe Immermann 1,92 B. ⟨1936⟩ man schwitze angstschweiß, man rieche blut, empfinde außermenschliches grauen G. Hauptmann ausgew. prosa 2,470 M. ⟨1940⟩ sie (die familie) muß weniger in dem gesehen werden, was auch in der außermenschlichen organischen natur zu finden ist, als darin, was als menschlichem kollektiv ihr allein obliegt Friedlaender frieden [1945]49. 1999 die grausamkeit seiner tat wird der natur zugerechnet, ist etwas, das dem außermenschlichen bereich angehört, aber brutal einbrechen kann in die menschenwelt süddt. ztg., DWDS-arch.

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Zitationshilfe
„auszermenschlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/auszermenschlich>, abgerufen am 30.11.2020.

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