Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

auszerstande

Fundstelle: Band 3, Spalte 1434, Zeile 22 [Fröhlich]
AUSZERSTANDE   zusr. des prädikativ verwendeten präpositionalgefüges außer stande (so häufig in älterer schreibung) i. s. v.nicht im geeigneten zustand (, etwas zu tun)’, s. 1DWB 10,2,1,706–709; nur mit bestimmten verben oder ellipt. verwendet unfähig, nicht in der lage; mit setzen i. s. v. ‘aus der lage (bringen)’, dabei wohl meist akkusativisch aufgefaßt u. daher endungslos; früh mit artikel gebraucht: ⟨1746⟩ daß mein .. mann .. mich außer den stand setzet, jemanden gefälligkeit zu erzeigen Gellert (1769)3,223. (dazu 1780 besser ausser stand, ohne artikel Adelung wb. [1774]4,665). 1762 für das mir kommunizierte schöne theorema sage ich schuldigsten dank, befinde mich aber jetzo gänzlich außerstande, selbiges pro dignitate zu betrachten Goldbach brw. (1965)397. 1764 ihr .. setzt euch dadurch außer stand, die strenge pflicht der gerechtigkeit zu erfüllen Kant 2,216 ak. 1766 allein Agathon war in diesem augenblik ausser stand, höflich zu seyn Wieland Agathon 89 Sch. 1887 er fühlte sich jetzt .. gänzlich außerstande, seine gedanken .. zusammenzuhalten Raabe 16,459 H. ⟨1938⟩ der pächter Callas, außerstande, seine tochter zu ernähren, liefert sie ins bordell zurück Brecht stücke 6(1968)221. 2003 sind wir wirklich ausserstande, uns mit solchen fragwürdigen tendenzen und praktiken in eigener regie zu befassen? n. zürch. ztg. (15./16.11.)55b.

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Zitationshilfe
„auszerstande“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/auszerstande>, abgerufen am 25.11.2020.

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