Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

auszugsmehl, n.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1652, Zeile 69 [Unger]
AUSZUGSMEHL, auch auszugmehl n.   besonders feines mehl ohne anteil von kleie; vgl. ausziehen 3 a u. auszug 1 e: 1874 auszug(s)mehl Sachs/V. dt.-frz. wb. 181c. 1895 die besten griesmehle der hochmüllerei führen den namen auszugmehle, die nächsten sorten werden mundmehle genannt Brockhaus 1411,733a. 1927 wenn ein getreide ohne entfernung der hüllen direkt durchgemahlen wird, so enthält das mehl sowohl den echten kleber als auch das aleuron in den kleberzellen; wird aber beim auszugsmehl, alle kleie „abgeschoben“, so enthält dieses mehl nur noch den echten kleber natur 18,356a Sch. 1932 bei 80%igem mehl (graubrotmehl) sind 80 von 100 teilen des vermahlenen getreides im mehl; entsprechend beim 70%igen mehl (gewöhnlichen brotmehl) und beim 30%igen auszugsmehl (s. auszug) lex. hausfrau, DWDS-arch. 1964 auszugsmehl: ein niedrig ausgemahlenes (ausgezogenes), feines, weißes, kleiefreies weizenmehl Zetkin /Sch. wb. med. 291a. 2007 auszug(s)mehl (feines, kleiefreies weizenmehl), Duden, rechtschreibung 24219c.

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Zitationshilfe
„auszugmehl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/auszugmehl>, abgerufen am 26.11.2020.

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