Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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backerei, f.

Fundstelle: Band 4, Spalte 37, Zeile 36 [Schmitt]
BACKEREI f.   mit erweitertem lehnsuffix -erei, deverbativ zu backen. tätigkeit des backens, pejorativ: 1842/3 die kocherei, die backerei .. / so ist der ganze ehestand / nur mühetag und wehestand Ludwig 3,637 S./Sch. 1999 ich habe genug von dieser ewigen b(ackerei) vor weihnachten Duden, wb. dt. spr. 1,440b.

bäckerei, f.

Fundstelle: Band 4, Spalte 37, Zeile 42 [Schmitt]
BÄCKEREI f.   mit lehnsuffix -ei denominativ zu bäcker. auch backerei (vor allem obd.) in verwendung 2. 1 betrieb, laden, in dem backwaren hergestellt u. verkauft werden, militär., feldbäckerei, die mit der brotversorgung beauftragte abteilung: 1507 cerealium beckerye in: Diefenbach gl. 114a. 1512 panificina beckerye ebd. 409b. 1605 bäckerey botega de fornaio Hulsius dict. t.-it. 15a. 1655 er solt jhm auß der beckerey ein brot erwerben Weidner apophthegmata 5,153. 1719 bakkery bäckerey, i. e. back-stube, pfisterey Kramer nd.-hocht. dict. 1,28b. 1793 wurden die Franzosen vom general Bülow überfallen, und ihre dort befindliche bäckerey ruinirt Archenholtz siebenj. krieg 2,209. 1894 so haben die britischen großhandelsgenossenschaften mühlen, bäckereien, schuh-, kleider- und seifefabriken eingerichtet Herkner arbeiterfrage 219. 1913 die .. behauptung .., daß in „sozialdemokratischen bäckereien“ der größte schmutz herrsche Liebknecht ges. reden (1958)6,116. 2003 im sommer bilden sich am frühen vormittag schlangen an den cafés und bäckereien, die die guten croissants und den besten milchkaffee anbieten in: Seidl Berl. 191. 2 tätigkeit, amt eines bäckers, des backens sowie dessen ergebnisbackware(n), gebäck 1616 (hierher? bildl.:) dadurch disse vbermiettige gegenpart, waiss nit von was bachereyen auffgeblassen, mich vnd meine in die 15 jahr bediente kays. dienste gleichsam vber ein hauss hinauss blassen Kepler br. 2,52 C./D. 1616 beckerey treiben, sich mit backen ernehren Henisch t. spr. 1,166. 1683 da brauchten mich die pfaffen bey der beckerey Beer sommer-täge 299 HND. 1715 sonst können von diesem teig allerhand art formen gemacht und gebacken werden, darein sich ein ieder, der lust zu dergleichen bäckerey hat, gar bald wird finden lernen Amaranthes frauenzimmer-lex 637. 1750 abaissé, ein wort der beckerey in Franckreich Chomel, lex. 1,26. ⟨v1787⟩ ein rezept zu einem mus / zu aepfel-most und hirsenbrey / zu hausmanns-kost und zu frugaler backerey Musäus kinderklapper (1788)98. 1844 du schienst an eine bäckerei / von freiheitsbrot im ernst zu denken! Freiligrath 1,343 Z. ⟨1885⟩ d’Resi (hat) a backerei der hausmeisterin h’nunter’bracht und d’Ludmilla a bratl für ihr’n artill’risten weg’trag’n Anzengruber 310,307 B. 1927 drei bäckereien nimmt sie vom teller, eine läßt sie übrig Werfel tod 42. ⟨1978⟩ nachher gab es die selbstgemachten bäckereien und den wie immer zu wäßrigen glühwein Wolfgruber niemandsland (1983)241.

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Zitationshilfe
„bäckerei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/b%C3%A4ckerei>, abgerufen am 16.10.2021.

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