Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

bälde, f.

Fundstelle: Band 4, Spalte 86, Zeile 1 [Schröder]
BÄLDE f.   nur in der wendung in bälde ‘in kürze’. obwohl schon im ahd. ein subst. baldî(n), beldî(n) ‘mut, kühnheit’ (mhd. belde) belegt ist, handelt es sich bei dem subst. in der adverbialen fügung, die erst seit d. 17. jh. bezeugt ist, um eine neubildung zu dem temporaladv. bald (s. d. B 1): 1616 jeder (der gesellen) hatt nur ein gemain tüsch gleßlin .. außgedrunken, die seind in einer bölde daruon endttschlaffen, daß man sy zum nachttessen nitt hatt erwöckhen khinden Krafft reisen 80 LV. 1669 ich fienge an mich etwas reputierlicher zu halten als zuvor, weil ich so stattliche hoffnung hatte, in bälde ein fähnlein zu haben Grimmelshausen Simplicissimus 235 Sch. 1790 man wird in bälde sehen, daß Josephs vorgehabte reforme ein heilsamer gedanke war chronik 132 Sch. ⟨v1881⟩ schon ist Preussen mit Norddeutschland geeinigt, und in bälde haben wir im norden einen grossen deutschen stat Bluntschli denkwürdiges 3,162 S. 1995 zu den zwei läden in Berlin .. soll in bälde ein dritter kommen berl. ztg. (28.12.)29b. 2000 an überraschungen wird es in bälde nicht mangeln ebd. (22./23.1.)11e.

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Zitationshilfe
„bälde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/b%C3%A4lde>, abgerufen am 04.12.2020.

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