Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

bärtling, m.

Fundstelle: Band 4, Spalte 238, Zeile 8 [Schrader]
BÄRTLING m.   älter meist speziell ‘klosterbruder ohne priesterweihe, laienbruder(im unterschied zum bartlosen mönch); selten allg. ‘bärtiger mann’; mit dem suffix -ling u. umlaut im stammvokal zu bart 1 a: 1401 ainem paͤrtling von Reichenbach 3 lb. r. umb agschen (äschen), runtingerb., in: bayer.-öst. wb. II 1,1229. u1530 und sind diser jaren gwonlich die mönch und einsidel bärtling gwesen Watt 1,146 G. 1560 du alter bertling, troll dich nauß Sachs 7,186 LV. 1673 so hat er .. manchen goldfarben bärtling als einen frommen biderman erkannt Grimmelshausen simpliciana 139 Sch. 1793 dass sie unter ihren des cistertienser-ordens layen und brüdern, diebshenker und scharf-richter gehalten, welche sie bärtlinge genannt in: DRW 1,1243. 1849 bärtling, wie man die laienbrüder zum unterschiede der wirklichen mönche, welche keine bärte trugen, benannte Buchinger Otto d. Grosse 92. 1906 daß ein weibliches geschöpf .. vorzieht, mit dem ersten besten bärtling in den sumpf der familie zu waten Spitteler in: dig. bibl. 125,512598. 1998 gesprenkelte schoko-nikoläuse mit cornflakes. fehlen nur noch bärtlinge aus braun-weiß gefleckter schokolade salzb. nachrichten (28.11.), IdS-arch.

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Zitationshilfe
„bärtling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/b%C3%A4rtling>, abgerufen am 04.12.2020.

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