Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

bäuerchen, n.

Fundstelle: Band 4, Spalte 305, Zeile 16 [Scheider]
BÄUERCHEN n.   1 als diminutiv zu bauer m. 2: ⟨1843⟩ (der pferdehändler) stellte für ein paar kreuzer ein dummes bäuerchen hin (auf den markt) gab ihm den gaul Auerbach (1857) 1,193. 1860 das arme bäuerchen, das sich aus einem ersparten pfennig ein neues wamms kauft Gervinus leben (1893)64. 1983 ohne viel nachdenken weiß dieses kluge bäuerchen (Sancho Pansa) daß es ein recht auf feigheit hat Sloterdijk kritik 2,409. 2 das aufstoßen von gas aus dem verdauungstrakt, überwiegend in der fügung (ein) bäuerchen machen. meist verniedlichend von (klein)kindern, anknüpfend an die bauern unterstellte unkultiviertheit: 1957 es (baby) wird aufgerichtet, damit es leichter die verschluckte luft zurückgeben kann. man nennt dies bekanntlich „bäuerchen machen“ Zur Linden geburt 144. ⟨1969⟩ jetzt lasse ich ihn (den säugling) nicht mehr trinken, sondern lege 2-3 pausen ein für das bäuerchen Schmidt-R. kind (1973), DWDS-arch. 2005 (überschrift:) bäuerchen machen / kühen stoßen treibhausgase auf süddt. ztg. (23.2.)10a. 2007 gleich wird er ihr (der puppe) noch ein fläschchen geben und liebevoll den rücken reiben, damit sie ein bäuerchen macht berl. ztg. (2.1.)20b.

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Zitationshilfe
„bäuerchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/b%C3%A4uerchen>, abgerufen am 28.10.2021.

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