Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

bäuerlein, n.

Fundstelle: Band 4, Spalte 306, Zeile 11 [Scheider]
BÄUERLEIN n.   diminutiv zu bauer m. 2, meist zur kennzeichnung der minderwertigkeit oder intellektuellen beschränktheit: ⟨z.j.1478⟩ da stach man einem paͤurlein, pei 80 jarn, die augen auß (Nürnb.) chr. dt. städte 10,353. ⟨1538⟩ den sie (die priester) haben dem geringsten peurlein, dem grosten konige die gulden und pfennige gekratzt aus den kesten (nachschr.) Luther w. 47,385 W. ⟨v1678⟩ und ob ihm kaum ein paar bäuerlein jährlich etwan ein stück ackers bepflügen darf er dennoch wol gräflich auf sich halten Butschky rosen-thal (1679)368. ⟨1706⟩ muste derowegen das arme bäuerlein seinen unflath wieder heim tragen J. G. Schmidt rocken-philos. 3/4(1707)9. 1828 da kommt vom dorfe drüben / ein bäuerlein am pflug Schwab ged. 1,258. ⟨1872⟩ man lacht über das naive bäuerlein, welches die quelle der Donau mit dem fuß abdämmte hochverratsprozeß 348 L. 1998 wenn das bäuerlein beim anblick einer giraffe ganz verklärt davon träumt, wieviele kuhglocken an so einem hals platz hätten st. galler tagbl. (14.9.), IdS-arch.

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Zitationshilfe
„bäuerlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/b%C3%A4uerlein>, abgerufen am 18.10.2021.

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