Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

böotier, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 591, Zeile 68 [Stöwer]
BÖOTIER m.   abl. von dem altgr. landschaftsnamen Böotien. schwerfälliger, denkfauler mensch. nach den einwohnern Böotiens umgedeutete charakterbezeichnung: 1658 dann all böotier befleissen sich vielmehr einen guten starcken leib, als scharffsinnigen verstand zuhaben Kunowitz Nepos 113. 1742 an den orten aber, wo es grobe luft gäbe, fänden sich auch tumme köpfe, dahero er (Cicero) auch die böotier .. vor tumme leuthe halten will Iselin hist.‐geogr. lex. 31,894b. 1848 die gebildeten konnten nicht mehr ertragen, als die böotier von Europa angesehen zu werden Grillparzer 520,191 S. 1863 ich .. denke aus dir peu à peu einen richtigen plattdeutschen böotier zu machen Reuter br. 477 W. 1913 dieses .. hochzeitsrequisit, auf dessen faszinierende wirkung du bei uns traurigen böotiern so fest und so sicher bautest Holz ignorabimus 284.

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Zitationshilfe
„böotier“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/b%C3%B6otier>, abgerufen am 04.12.2020.

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