Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

büttner, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 1072, Zeile 5 [Exo]
BÜTTNER m.   mhd. bütenære. abl. von bütte f. überwiegend obd., zur wortgeographischen verbreitung s. dt. wortatlas 9,1 und Kluge/M. et. wb. 17114b. vgl. auch böttcher m. handwerker, der hölzerne gefäße verschiedener art herstellt oder repariert: ⟨1.h13.jh.⟩ ich bin ein büttenære:/ swer mir des gunde,/ sîn vaz i’im bunde liederdichter 120 K. 1308 welich butener ouch minner vaz machet, denne wir gesatz haben, der sal geben den burgern ein phunt qu. wirtschaftsgesch. Mdtld. 1,111 H. ⟨1464/70⟩ ein obgeschribener spitztrager soll auch in guter acht haben, was schafe, zuber, schuffen, stutzen und anders bei den maurrern zulechsent oder die raiffe abspringen, das er soliche schafe und gefeße dann auf hebe und zu der stat puttner trag Tucher baumeisterb. 41 LV. 1523 man fynt jetzunt zu Nornburg .. becken, püttner, reyter, .. die mer wyssen in der bibel .. dann all hossen schůln flugschr. ref. 2,173 C. 1559 es wont ein bütner oder binder zu Nördlingen Schumann nachtbüchl. 42 LV. ⟨1608⟩ das war ein sehr .. liebliche musica, als wenn die bütner fässer oder schäffer binden Schweigger reyßbeschr. (1619)39. 1676 soll ein schmidt oder .. püettner .. zum meisterrecht zwene thaler und zwey lb. wachs in die laden geben und ein jeder lehrjung soll drey jahr lehrnen zunftordn. Komotau 223 W. 1722 die böttger werden nach unterschiedlicher landes-art bald binder, buttner, scheffler genannt Beier handlungs-lex. 351a S. 1767 bötticher, oder faßbinder, büttner, und binder genannt, sind diejenigen, welche vielerley hölzerne gefäße, aus dauben und reifen sehr fest zusammen gefüget, machen Ludovici kaufmanns-lex. 1,1920. 1853 als sie damit (dem schlachten der gans) fertig war, lief sie über die gasse hinüber zum büttner, um sich ein wenig pech zu holen, womit die gerupften gänse bestreut werden, bevor man sie brüht, von wegen der kleinsten flaumfedern und der stoppeln, mit denen es dann leichter geht Stöber Sabina 183. 1904 Fischer schwäb. wb. 1,1568. 1998 für den herb-würzigen geschmack und geruch, den flüssigkeiten und speisen in den fässern annehmen, sorgen der rauch des feuers, die gerbsäure des eichenholzes und der schweiß des böttchers - fränkisch auch ‘büttner’ genannt frank. allg. sonntagsztg. 38,34e.

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Zitationshilfe
„büttner“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/b%C3%BCttner>, abgerufen am 04.12.2020.

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