Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

biotop, n., m.

Fundstelle: Band 5, Spalte 286, Zeile 5 [Schulz]
BIOTOP n., m.   wissenschaftssprachliche neubildung aus gr. βίος m. ‘leben’ und gr. τóπος m. ‘ort’, von F. Dahl geprägt; zum wortbildungstyp vgl. bio‐. mask. selten. begrenztes gebiet mit bestimmten bedingungen als lebensraum für eine gruppe von pflanzen, tieren; auch lebensraum einer bestimmten art. seit der 2. hälfte des 20. jhs. auch in nicht‐fachsprachlichen kontexten: 1908 will man nicht nur die tiere, sondern auch die pflanzen in die bezeichnung einschließen, so kann man die deutschen worte ‘gewässer‐ und geländearten’ als ‘biotope’ wiedergeben Dahl in: zool. anz. 33,351. 1968 aber der steinkauz, fällt mir ein, lebt nicht in einer kiefernschonung, nein, das ist nicht sein biotop Wellm pause 285. 2000 die vierecke grenzten an einen eichenwald – der optimale biotop für saatkrähen frankf. allg. ztg. (23.10.)BS 1c. 2005 das seit 1979 als landschaftsschutzgebiet klassifizierte biotop bietet heerscharen von zugvögeln sichere nistplätze n. zürch. ztg. (3.3.)49b. lebensraum, wirkungsbereich von menschen. ironisch: 1987 der reiz besteht womöglich darin, daß der weniger übersichtliche untergrund biotop für eigenwilligkeit ist Dahn Prenzlauer Berg‐tour 6. 2005 ringsum aber einöde, vergammelnder abfall, bauruinen .. wo die mafia regiert, herrscht die hässlichkeit, .. ihr eigentliches biotop ist der müll n. zürch. ztg. (12./13.11.)59a.

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Zitationshilfe
„biotop“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/biotop>, abgerufen am 28.10.2021.

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