Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

bräsig, adj.

Fundstelle: Band 5, Spalte 672, Zeile 55 [Redzich]
BRÄSIG adj.   lehnwort aus nd. bräsig adj., vgl. ns. wb. 2,705. auch brösig, brasig. nachweisbar bis zur mitte des 19. jhs. und wieder seit den 80er jahren des 20. jhs. 1 kraftstrotzend: ⟨u1776⟩ die dirn’ ist frisch wie milch und blut,/ gerad’ und schlank wie rohr!/ ihr schnitter pralt mit ihrem strauß,/ und sieht so braun und bräsig aus Voss ausgew. w. 14 H. 2 selbstgefällig: 1852 nur ein alter candidat Hadenfeldt, der vor der schlacht bei Schleswig außerordentlich kriechend gegen mich gewesen war, veränderte nach der schlacht sein betragen gänzlich und war brösig und unverschämt Lobedanz schilderungen 101. 1991 aber die anderen mahner? die sich bräsig im fernsehen rekeln und mir das gefühl vermitteln wollen, ich wäre ein alter neo‐nazi? zeit (11.10.), DWDS‐arch. 3 behäbig, schwer(fällig), auch geistig unbeweglich: 1857 die war eine bräsige generalin geworden. ich dachte: ‘die ist jetzt zu dick, um mit dir unter’n webestuhl zu kriechen!’ Bertram balt. skizzen 23,126. 1997 ohne ein quentchen ironie inszenierte Antoniou ihren Lore‐roman, reiht bräsig ein versatzstück ans andere, bis das unheil vorhersehbar dann doch gebannt ist nürnb. nachrichten (13.11.), IdS‐arch. 2002 mastschweine liegen fett und bräsig in schweinehütten aus wellblech, grunzen und verdauen vor sich hin tagesspiegel (25.8.), DWDS‐arch.

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Zitationshilfe
„bräsig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/br%C3%A4sig>.

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