Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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bratling, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 684, Zeile 53 [Redzich]
BRATLING m.   abl. von braten vb. aus hülsenfrüchten, gemüse oder getreide zubereiteter bratkloß: 1911 in verbindung mit eiern als aufläufe, klösse, croquettes, bratlinge, koteletts zubereitet, werden die hülsenfrüchte bei einigermaßen geschickter küche zu recht wohlschmeckenden speisen verarbeitet dt. klinik 13,139 L./K. 1991 dinkel bereichert .. die menü‐folge vieler sternedekorierter restaurants – in gestalt eines risottos oder als plätzchen, in salat‐ und gemüsekompositionen, als grünkernschaumsuppe oder fein dekorierter bratling nürnb. nachrichten (21.9.), IdS‐arch. 2008 man beschreitet im neuen jahr ganz neue kulinarische wege und setzt sich mit gesunder kost auseinander. .. das reicht vom fleischlosen bratling über salat‐zubereitungen bis hin zur fettarmen mediterranen küche mannh. morgen (8.1.), IdS-arch.

brätling, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 684, Zeile 66 [Redzich]
BRÄTLING m.   abl. von braten vb. oder von braten m. auch breitling, bratling. zuerst in einem vocabular des 15. jhs. (vgl. Dieffenbach gl. 54b) als äquivalent zu lat. asparagus m. bezeugt (eigentlich spargel, in der lat. enzyklopädik aber auch als pilz (boletus) definiert, vgl. voc. ex quo 2,239 G./Sch.). rotbrauner speisepilz der gattung lactarius volemus (Fr.) oder agaricus lactifluus (L.), milchling, reizker: 1533/4 Tiberius Claudius Drusus .. hat regirt dreizehen jar, neun monat, achtundzwainzig tag. ist im vergeben worden in einem vergiften pfifferling oder prätling von seiner hausfrauen Agrippina Turmair 4,2,764 ak. ⟨v1688⟩ unter die genießlichen zehlen wir die morchen oder morcheln, die piltze, reißlinge, sonst röstlinge genant, brätlinge, täublinge Lehmann schauplatz (1699)514. 1716 die letztern (morcheln) wachsen auch zuweiln im herbst, zu welcher zeit auch die röthling und brätling .. herfür kommen Pachelbel Fichtel‐berg 97. 1785 bratling ein schwamm der süsse weisse milch giebt, und von gemeinen leuten auch roh gegessen wird in: provinzialwörter 650a H. 1841 die schädlichen (pilze) riechen widrig, wie der mordpilz .., der scharfe pfifferling .., der rußige brätling Oken naturgesch. (1833) 3,1,37. ⟨1903⟩ dann pflückte sie das blatt eines wasserampfers ab, legte mit zwei fingerchen zierlich die brätlinge darauf Rosegger ges. w. (1913)22,42. 1996 man sammelte .. champignons, reizker, brätlinge n. kronen ztg. (11.8.), IdS‐arch. 2002 der milchbrätling – gelegentlich auch brätling oder brotpilz genannt – galt selbst zu zeiten, als er noch häufiger zu finden war, als rarität mannh. morgen (5.10.), IdS‐arch.

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Zitationshilfe
„brätling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/br%C3%A4tling>.

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