Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

brüllaffe, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 884, Zeile 73 [Exo]
BRÜLLAFFE m.   zuss. mit brüllen vb. 1 affe (aus der familie der klammerschwanzaffen), der weit hörbare schreie von sich gibt, alouatta: 1796 Nemnich polyglotten‐lex. (1793)5, 91. 1846 durch die stillen wälder läßt der träge brüllaffe sein melancholisches, schauerliches, weit hallendes geschrei ertönen Tschudi Peru 2,243 faks. 1864 sie (die gibbons) sind die brüllaffen der alten welt, die wecker der malayischen bergbewohner Brehm thierleben 1,39. 1910 laß meine seele in den bisonochsen fahren oder den brüllaffen, einerlei – laß sie nicht sterben Kellermann meer 72. 1996 wenn ein männlicher brüllaffe sein territorium absteckt, kann man das kilometerweit hören n. kronen‐ztg. (2.9.), IdS‐arch. 2005 brüllaffen turnen herum – eine szene wie bei Mogli im ‘dschungelbuch’ spiegel 24, 150b. 2 lauter, angeberischer mensch. als schimpfwort: 1885 Sanders erg.‐wb. 5a. 1929 und dieser bescheidene leutnant hier, ein junger mensch, der keinem der eingebildeten brüllaffen glich, er hatte diese unfaßbare tat gewagt Werfel Barbara 363. 1999 wenn der chef, der alte brüllaffe, nicht mehr richtig auf kurs ist, was soll man dann vom personal erwarten? kl. ztg. (19.5.), IdS‐arch. 2002 kannst du dir Konrad bei diesen brüllaffen vorstellen? im ernst! ein einzelgänger wie er in einer horde? Grass krebsgang 374.

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Zitationshilfe
„brüllaffe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/br%C3%BCllaffe>.

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