Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

brüskieren, vb.

Fundstelle: Band 5, Spalte 904, Zeile 37 [Hartmann]
BRÜSKIEREN vb.   lehnwort aus frz. brusquer vb. jmdn. grob, verletzend behandeln; (öffentlich) beleidigen, kränken: 1741 das examen aller sollicitanten (könnte) gewissen .. commissariis aufgetragen, und zugleich anbefohlen werden, niemanden, er sey ein fremder oder ein einheimischer, zu brusquiren, oder abzuweisen Justi memoires 1,545. 1842 als sie Arnswaldt heuratete, war er so katholisch gestimmt, daß sie darauf rechnete, ihn schon in den flitterwochen zum übertritt zu bringen und deshalb wegen der kinder nichts in anregung brachte, um seine familie nicht zu brüskieren Droste‐H. br. 2,91 Sch. K. ⟨1882⟩ er ist nicht immer der mann der zarten rücksichtnahmen und liebt es mitunter, die welt und ihr gerede zu brüskieren Fontane (1919) I 2,107 jub. 1932 er ging ja nicht so weit wie Janko, der die leute hier absichtlich brüskierte Kellermann Anatol 93. ⟨1996⟩ Höpcke, der sich vielleicht durch die mißachtung seiner genehmigung brüskiert oder blamiert fühlte, das verbot aber als seine entscheidung ausgeben mußte, ließ über die hintergründe nie etwas verlauten de Bruyn jahre (1998)249. 2013 ausgerechnet Sigmar Gabriel .. hat es geschafft, mit einigen wenigen worten ohne not freund und feind gegen sich aufzubringen, seinen kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zu brüskieren mannh. morgen (10.5.), IdS‐arch.

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Zitationshilfe
„brüskieren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/br%C3%BCskieren>.

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