Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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breit, adj.

Fundstelle: Band 5, Spalte 747, Zeile 67 [Mederake]
BREIT adj.   ahd. mhd. breit. as. brēd, mnd. brēit; mnl. breet, breed, nnl. breed; afrs. brēd; ae. brād, me. brōd, ne. broad; an. breiðr, norw. dän. schwed. bred; got. braiþs; langob. braid‐ lassen sich auf germ. *ƀraiđa‐ ‘breit’ zurückführen. weitere herkunft unklar (vgl. Lloyd/S. et. wb. ahd. 2,311–313). 1 in der fläche, im raum ausgedehnt; nicht eng, nicht schmal. a ausladend, von großem umfang: M9.jh. dexteralia armbo gusbregida (d. h. armbogas breida) ahd. gl. 1,335,32 S./S. ⟨u1060⟩ als aber der aceruus tritici nidana brêit ist unte obana smal, als ist dero mêr, qui sua possidentes eleemosynam den armen geben, danne dero, dîe der al daz sîe habent durh mînen uuillon uuollen uerlâzen Williram 114,11 S. ⟨u1160⟩ daz der balmboum ist obenân brait unde scône, alsô ist den gotes chindin. alle ir sinne unde ir gedanche .., die sint ûf errihtet ze deme himilsken gedingen st. trudperter hohes lied 119,29 M. ⟨u1250/80⟩ noch gap si dem selben knaben/ zwei gewant, diu muost er haben,/ gnippen unde taschen breit;/ er ist noch ræze der si treit Wernher d. Gartenaere 4153 ATB ⟨u1300⟩ dar wider unser bischof treit/ ûf sîme houbte ein hûbe breit/ und ist genant ein infel Johannes v. Frankenstein 6626 LV. 1446 des ersten sollen wir unser tuch würken uf praiten stüln und nit uf smalen, denn usgenomen tistelsait, die sollent wir uf smalen stülen würken bayer. rechtsqu. 2,205 ak. 1521 wann sie einn in die grůben todt fellen oder mit eim bihel schlagen, so legen sie ein breiten stein druff flugschr. ref. 3,56 C. 1587 d. Faustus .. nimpt hernach einen breiten mantel, breitet jne in seinen garten .. vnd setzte die grafen darauff volksb. Faust 281 HND. 1605 tragen anstatt des fischbeins über die brust ein breidt rundt geschnitten holtz, damit sie den leib desto gräder vnndt aufrechter halten können Th. Platter d. j. englandfahrt 62 H. ⟨v1683⟩ so bald der könig auf diesen strom kam, .. schöpffte er mit grosser ehrerbietung in einer breiten güldenen schale wasser daraus, wusch damit händ und antlitz Lohenstein Arminius (1689)1,651a. ⟨v1709⟩ o was modi nur in hüten! .. bald ein breiter hut, wie ein faß=boden, bald ein schmahler hut, wie ein milch=topff Abraham a s. Clara wein‐keller (1710)141. 1791 das steißbein .. verbindet sich mit seinem obern und breitern theile mit der spitze des kreutzbeines, läuft ebenfalls abwärts schmal zu Obermayer unterr. entbindungskunst 9. 1840 und engel mit den breiten schwingen werden/ um uns sich lagern, wo wir wandelnd gehn Grillparzer 58,57 S. 1886 jene (magd) ging, den wein frisch im keller zu holen, indes die gäste sich an den breiten nußbaumtisch setzten Keller 12,13 F. ⟨1909⟩ der anruf bezog sich auf eine breit geladene roggenfuhre, die ihnen entgegen kam Kröger nov. (1914)5,231. 1968 ich fuhr da (im traum), in einem breiten holzboot fuhr ich allein zu einer hallig hinüber, weit draußen vor der halbinsel Lenz deutschstunde 2526. 2003 viele häuser sind sechs stockwerke hoch. unten breit und fensterlos, verjüngen sie sich nach oben bis zu den von balustraden gesäumten dachterrassen nat. geographic Dtld. 11,159. b weit, groß in der fläche: ⟨9./10.jh.⟩ denne daz preita uuasal allaz uarprinnit/ enti uuir enti luft iz allaz arfurpit muspilli 58 S. ⟨v1022⟩ tanne sî sahe diu breiten feld tes lîehtes unde dîa scôni dero ûfuuertigûn stilli Notker 1,838,27 P. ⟨u1150⟩ ze Mesopotamia/ da chomen si zesamene/ in der breiten ouwe Lamprecht Alexander V (1923)1505 M. ⟨u1270⟩ er vreut, sam der von hitze in not ist lebende,/ und im ein brunn, ein linde suͤzen luft und breiten schat ist gebende Albrecht v. Scharfenberg Titurel 214,4 DTM. ⟨1359⟩ die legnt si in praitew pleter vnd lazznt sew drukchn an der sun pey zweliffn oder doch aindliff tagn Steckel reise 67 TSM. 1456 als got gesehen hat daz betrubnis der kinder von Israhel .. so hat er .. sie fry gefurt durch daz mere vnd durch daz breide gewiltnis in das gelobte lant türkenbulle Calixtus III. 17 Sch. 1537 lieben gaͤst, sagt .., was ist ewer gewerb, faret jhr geschaͤfften oder raubs halben auff dem braiten gefaͤrlichen moͤr [?] Schaidenreiszer odyssea 29 W. 1575 dann were das leder breit genug, so dörffts der schuster nicht inn zenen vmbzihen Fischart geschichtklitterung 59 HND. 1631 sein großes heer darnieder liegt/ bei Leipzig auf der breiten höh dreißigj. krieg 258 O./C. 1671 dabey man vorhöffe und am eingang runde bögen nach der Chineser art findet; wie auch schöne blumen und baumgarten, die sie mit breiten fischweihern und andern belustigungen angerichtet haben Pinto, reisen 316. 1715 nach diesem giesset das heiß gemachte schmaltz heraus auf einen teller, und giesset denn von denen gequirlten eyern etwas in die pfanne, und lassets fein breit herum lauffen Amaranthes frauenzimmer‐lex. 516. 1789 nichts desto weniger drang er (Egmont) wüthend ein, und weil die breite sandigte ebene den kampf begünstigte, erhub sich ein verzweifeltes gefecht Schiller 9,5 G. 1834 gerbe mir nur die bärenhaut recht breit aus, ich freue mich sehr darauf Lenau in: Kerner brw. 2,80 K. 1880 zum hochwald empor/ ueber heide und moor!/ breit dehnt sich die fläche in dämmerndem schein Scheffel 5,215 P. 1928 eine stadt wird sich am besten auf seiner westseite entfalten – mit dem üppig breiten viereckigen platze für märkte und paraden, der von weiß‐ und zartfarbigen steinhäusern aus dem achtzehnten jahrhundert umgeben ist A. Zweig streit 101. 1952 sein gelbroter schein (streichholzkopf) wird breiter und weiter, wird fläche, wird ein unübersehbares wogendes meer aus reifen mannshohen weizenhalmen Welk land 292. 2008 das zu den alpenketten der ferne ausholende graublau der stillen wasserfläche, den abdruck der auf ihr herumgeisternden sonnenstreifen, die sich wie matte, breite pinselstriche quer über diesen diffusen grund legten st. galler tagbl. (23.2.), IdS‐arch. c ein bestimmtes maß (in der fläche) besitzend; mit angabe des maßes im gen. , jünger vermehrt im akk.: ⟨v1022⟩ taz zueio elnôn lang alde breit ist Notker 2,392, 4 P. ⟨u1187/9⟩ ze den lanken noch in den buoc,/ dâ hinder eines vingers breit/ dâ der surzengel ist geleit Hartmann Gregorius 1603 N. ⟨1250/4⟩ und Babilonie umbe vie,/ was, als uns du warheit seit,/ an dicke funzic klaftir breit/ und zwei hundirt klaftir hoch Rudolf v. Ems weltchr. 3641 DTM. ⟨u1300⟩ das land ist zwelff meile praitt./ drey perge sind da pey gelait Heinrich v. Neustadt Apollonius 4310 DTM. ⟨1403/39⟩ dÿ armen vnnd durfftigen sullen eÿn gelbs fechil zum mÿnsten eÿner handt prait tragen auf iren haüp tuchern ofner stadtrecht 125 M. ⟨1520/1⟩ auch hab ich gesehen die dieng, die man dem könig auß dem neuen gulden land (Mexiko) hat gebracht, ein ganz guldene sonnen, einer ganzen klaffter braith Dürer reise 1,58 V./M. 1575 die frawen kleideten sich erstlich nur nach jhrem wolgefallen .. sie trugen weiß scharlachen hosen, die giengen gerad drey finger preit vber die knie Fischart geschichtklitterung 450 HND. ⟨v1683⟩ sintemal unsere fehler nicht minder genau als die flecken des monden auf einen finger breit ausgerechnet .. werden Lohenstein Arminius (1689) 1,15b. 1734 also wird der inhalt eines cörpers durch cubic‐ruthen, das ist ein maaß, welches eine ruthe breit, lang und tieff, schu und zoll gemessen Polack mathesis 114. 1772 die mildern berge, wenigstens auch fünf stunden breit, haben zwar haüser in den thälern, die höhen aber bleiben eben auch unbewohnbar Haller brw. 27 LV. 1843 die zwei gitterfenster unserer ebenerdigen eckstube gingen auf den garten hinaus, der weit über einen kanonenschuß breit und von dichten alten bäumen geschützt war Stifter erz. in d. urfassung 2,166 S. 1861 mehr denn 80 fuß breit und in einer gesammthöhe von etwa 400 fuß stürzt die Toccia, nach unten sich erweiternd, über drei absätze und löst ihre wassermassen in siedend brandende schaumwolken auf Berlepsch Alpen 159. 1948 erst jetzt hatte frau Beate gelegenheit, sich in der zelle umzusehen, die etwas über zwei meter lang und nicht ganz so breit war Kellermann totentanz 383. ⟨1960⟩ und er .. hätte noch viele male zuschlagen müssen .., bis der pfahl endlich für alle zeiten fest genug gestanden hätte, da er bei jedem schlag kaum einen finger breit in die erde fuhr Nossack begegnung (1963) 380. 2002 der tender ist 100,58 m lang, 15,70 m breit, sein tiefgang beträgt 4,05 m und er verdrängt ca. 3580 t. die besatzung umfaßt 45 soldaten frankf. allg. ztg. (13.1.)63. d nach den seiten hin ausgedehnt; von geraden, linienartigen gegenständen, sachen: ⟨1130/50⟩ er zimberot ouch eine stat nach siner chunichlichen chraft,/ .. dar umbe giench ein burchmure vile breit, manich quaderstein was dar an geleit jüng. Judith 4,1 M. ⟨u1200/10⟩ ninder ist sô breit der Rîn,/ sæhe er strîten an dem andern stade Wolfram Parzival 7285,8 L./H. 1378 dez chvͤnigez straze sol seyn also preyt daz ein wagen dem andern geweychen muͤge stadtrechtsb. Sillein 95b P. 1490 und dy genk (im bergwerk) sind dick und prait, aber gar hert privatbr. d. ma. 1,287 S. 1531 wir hencken vns nur an die welt, vnd faren mit dem hauffen die breit straß zur hellen dahin Franck zeytb. 98a. ⟨1579⟩ das wir gehoͤrt haben vnd daß wir gesehen haben mit vnseren augen. item daß die juden breite borten vnnd gebraͤm an jren röcken trugen Fischart binenkorb (1588)156a. 1615 ich sahe den april, die schönheit der feldern vnd die breite vnnd ebne strassen Albertinus landtstörtzer 40. ⟨u1670⟩ mir traumte, ich stünde am ufer des Nili, wo dieser fluß am breitesten ist Grimmelshausen Simplicissimus 2,800 LV. 1714 von dannen gelanget man zu beyden seiten, durch eine breite treppe hinauf in die kirche Schudt merckwürdigkeiten 1,279. 1778 wollt auf mein’ eigen manier reisen, als noch keiner vor mir gereiset war, nicht die breite heerstraße ziehen, wo einem all’ augenblick große hannsen begegnen Musäus reisen 1,9. 1820 um die allgemeinere einführung der den wegen weniger nachtheiligen fuhrwerke mit breiten rädern zu befördern, sind durch rath= und bürgerschluß vom 28sten d. m. folgende abänderungen .. getroffen worden samml. verordn. Bremen (1821)7. ⟨1878⟩ in einen .. rock gekleidet, der sich in breite, weiße und blaue querstreifen teilte Keller (1894)6,40. 1904 durchaus nicht empfehlenswert wäre es, die front sehr breit zu gestalten, also viele schützen zu einer solchen jagd einzuladen, da die aufrechterhaltung der ordnung dann kaum möglich .. ist Dombrowski treibjagd 241. 1967 man erblickte von hier aus den breiten eingangsweg, die hohen, fast schon entlaubten bäume des gartens, das eisengitter, und dahinter eine leblose straße, auf die das licht einer laterne fiel Andersch Efraim 423. 2011 gegenüber liegt das touristenviertel Nyhavn. dazwischen fließt träge ein breiter kanal spiegel 17,128c. e kräftig, klobig; von körperteilen: ⟨u1187/9⟩ dîn vüeze solden unden/ breit sîn und zeschrunden/ als einem wallenden man Hartmann Gregorius 2918 N. ⟨u1210⟩ sîn huof breit und sinewel:/ ez izzet sêre und ist snel Otte 1443 G. ⟨1.h14.jh.⟩ vnd sol auf dem schachtzabel gestalt sein als ain man, das er hab auf seinem hawpt ain raitz, praitz har schachzabelb. 108 TSM. u1477 er het für andere menschen ain langes ungestaltes angesicht, .. groß waden, brait füß, ain großes mul, fast hoferot, zerbläten buch Steinhöwel Äsop 38 LV. v1545 seiner person halb ist er ain grad, stark man gsin, ainer braiten brust, lengg und am gang togachtich Watt 3,41 G. 1569 breitt zen het er in seynem mundt/ der jm fein hoͤflich offen stundt Thurneysser archidoxa G 4b. 1612 die müssen nach dem exempel des grossen Christophori starcke schenckel vnd breite achseln haben, den herren Jesum von einem lande vnd hertzen zu dem andern zu tragen Herberger trawrbinden (1611)2,238. 1669 zog also der jenige, so über den Pilatus=see die obsicht trug, mit einem breiten ehrbaren bart und einem par bloderhosen auff, wie ein reputierlicher Schweitzer Grimmelshausen Simplicissimus 424 Sch. ⟨v1709⟩ der heydnische Socrates hatte ein eingebogene breite nasen, wie ein aff Abraham a s. Clara etwas (1699)2,700. 1761 der runde und breite kopf wird allmählich keilförmig, und ablang zusammen gedrückt, so daß er durch das becken durchkommt Henckel geburtshuͤlfe 205. 1841 von ferne kommt ein trupp daher,/ auf breiter schulter das gewehr Hebbel I 1,302 W. ⟨1871⟩ es lag etwas brütendes in dem gesichte des jungen menschen; der breite stirnknochen trat so weit vor, daß er die augen fast verdeckte Storm 3,202 K. ⟨1905⟩ der vater schwenkte mich hoch, und die mutter ließ mich auf ihrem breiten schoß springen Kröger nov. (1914)1,287. 1968 Scheffke saß da, die augen unbewegt, mit breiten nasenflügeln und einer schwachen kerbe im linken mundwinkel Loest abhang 12. 2004 die 10 000 fans auf den im begeisterungstaumel schwankenden stahlrohrtribünen sehen ihr idol mit acht oder neun goldmedaillen aus Athen zurückkehren, ein sternenbanner über den breiten schultern n. zürch. ztg. (15.7.)37b. von stämmiger statur, nicht zierlich, schlank oder hager: 1582 ja dise feder Francken können den gantzen leib mit der beckelhauben im sturm decken, da ein breiter Plateiselschwab auß seinen rucken ein rückkorb macht, so vil steyn trägt er darvon Fischart geschichtklitterung 194 HND. 1622 von dannen mit herr Carl von Harrach zu nacht geßen, dabey sich .. der dicke sonst breite herr Wolff Sigmund von Losenstein .. befunden Christian d. j. zu Anhalt tgb. 16 K. ⟨1678?⟩ es war ein breiter mann von leib und von gesicht/ in rechter mittel=größ, und trug ein schwartzes haar Abschatz übersetzungen (1704)3,154. 1789 sie sind oft anständig, ja reizend gekleidet; dagegen macht denn auch ein breiter häßlicher kerl .. eine große carricatur Goethe I 32,242 W. 1812 er hatte dunkle, lebhafte augen, .. war pockennarbig und breiter, aber nicht feister gestalt R. Varnhagen b. d. andenkens (1834)2,65. ⟨1871⟩ die .. stimme kam von einer breiten, .. weiblichen person Storm 3,201 K. 1924 Joachim war größer und breiter als er, ein bild der jugendkraft Th. Mann zauberberg 1,16. 1969 sie merkt es bald, dreht kokett den kopf, einmal und ein zweites, so ein blauäugiger breiter junger mann ist schließlich eine seltenheit im ghetto, am hellichten tag dazu Becker Jakob 211. 2003 er selbst nicht dicker, eher breiter. fast weißes schütteres haar. einmal nennt er das alter ‘demütigend’ Ch. Wolf tag 405. f raumgreifend, viel platz einnehmend; meist adverbial: 1497 zů dem drytten sint eleuatoria vff zů heben das gescheidenn vnnd gebrochen bein, vnd sint breitt gekrümpte yselin vnd ist diß sin form Brunschwig cirurgia 98a faks. n1509 gar breit streckt er sin gernlin vß/ spricht hie kumpt ein farender schůler Gengenbach 354 G. 1570/7 welcher (hase) die ohren neben dem kopf uff die erden henget und die ohren breit vom kopf weg henget, das ist ein weiblein haushaltung in vorwerken 216 E./W. 1670 alda liessen sich, im lande Sakela, auf einem sehr breiten hügel eines tahles .. zwee brunnen einen steinwurf voneinander erblikken Zesen Assenat 38. ⟨1753⟩ ein kluger mann/ möcht’ uns besuchen, breit sich setzen,/ und von der weisheit wohl gar mit sprechen Klopstock w. (1798)1,133. 1840 denn einmal stand er breiter als grade nöthig war, um fest zu stehen Alexis Roland 1,391. ⟨1881⟩ der, den ich angeredet hab, hat mich bös angelacht und dann breit ausgespuckt, bevor er ging Anzengruber 33,132 B. 1918 sie drückte auf die klingel unterhalb des kopfes des kletternden affen, griff dann automatisch nach der verwirrten samtdecke, die sie breit faßte und empor gegen ihren hals zog Döblin Wadzek 328. 1972 dr. Schlesinger saß breit und behaglich in der sofaecke, rauchte eine schwarze zigarre Selbmann mitläufer 146. 2 beträchtlich, umfangreich, aus vielen teilen bestehend. a differenziert, umfassend im ausmaß, in der zahl, menge: 863/71 er sliumo sar tho zimo nam thes selben herizohen man,/ skara filu breita, joh sie thara leitta Otfrid IV 16,12 E./S. ⟨1060/5⟩ sîn afterchumft wart vile breit wiener genesis 917 ATB. ⟨u1170⟩ Alexander und sîn here breit/ al di wîle ubir den strâch reit/ mit vil grôzer gwalt Lamprecht Alexander S 3760 K. ⟨n1240⟩ nu’st worden, sprach er (Franziskus), sô breit/ der werlde ungerehtekeit,/ daz bezzer ist sîn undertân/ danne meisterschaft hân Lamprecht v. Regensburg st. Franziskus 3686 W. ⟨M14.jh.⟩ von Persia der konig/ Xerses Athen besas/ sin her gros vngerumig,/ breit vngetzalt es was Heinrich v. Mügeln kl. dicht. 2,426 DTM. ⟨A15.jh.⟩ dritte libe ist genant dy breyte libe dorumbe, wen dy lybe gottis wil nicht alleyne lange liben unde czu allir czeyth, sundir sy breith sich ouch öbir dy fründe und öbir dy finde unde hoth sy lip Johannes v. Marienwerder leben Dorothee 333 T. 1520 laß uns auch nit vortzagen umb unßers streflichs sundigen lebens willen, sonder dein barmhertzickeit höher, breyter, stercker achten, dan all unser leben Luther w. 7,227 W. 1599 daß solche hohe, tieffe, breite, weite vnd vnmeßliche weißheit, nach jhrem vnendtlichen abgrundt, bleibt vnbegreifflich Ph. Nicolai freudenspiegel 84 faks. 1636 der englische gesante aber machete sich nach eingebrachter relation und breiterer information am 2. aug. .. wiederumb von Elbingen ab nach Marienburg Hoppe schwed.‐poln. krieg 515 T. ⟨v1678⟩ da fürsten und grafen, welche mit keinen sonders grossen ländern versehen, andern, .. weit mehr und breiter beländerten und reicheren herren .. zu weichen begehren Butschky rosen‐thal (1679)395. 1719 wie solches alles breitern inhalts aus denen beygefügten manual‐acten zu ersehen in: Fleming jäger 2,38a. ⟨1774⟩ die feinsten philosophen, welche, im vorbeygehn gesagt, den breitesten verstand haben, .. zeigen uns unwidersprechlich Bode Schandi (1776)1,5. 1821 bey der indischen litteratur hat man eine breite wahl A. W. Schlegel brw. 19 L. 1891 die Mecklenburger haben vor dem Märker mehr wohlhabenheit und breites behagen voraus; alle pfennigfuchserei fehlt Fontane (1919) II 5,306 jub. ⟨1919⟩ unvermeidlich aber war, daß, nachdem es geschehen, wir unter allen völkern der demokratie und der sozialen orientierung den breitesten spielraum geben mußten Harnack erforschtes (1923)321. 1965 ein angemessener anteil des zuwachses an betriebsvermögen der großwirtschaft soll als eigentum breit gestreut oder gemeinwirtschaftlichen zwecken dienstbar gemacht werden Geissler kulturhygiene 129. 2005 der hörer erwarte nicht nur kurzweil, sondern auch ein aktuelles, glaubwürdiges und breites angebot n. zürch. ztg. (16.12.)30d. b groß, bedeutend, gewichtig: 863/71 er zalta in ouh tho in alawar thaz iro ruamisal thar,/ thia mihilun gimeitheit (siu was alles zi breit!) Otfrid IV 6, 36 E./S. ⟨11.jh.⟩ unter den ist diu minna uilo breit gebot, uuanda an iro irfullit uuerdent diu e unde die uuissagunge Notker ps. 118 M,96 H./Sch. ⟨n1190⟩ dirre gedanc wart vil breit./ des wart ernvwet sin leit./ er konde es vergezzen niht Herbort 1881 F. ⟨1225/30⟩ niemannes sünde ist alsô breit,/ swenne er dîner hulde gert/ mit buoʒe, er werde ir sâ gewert Rudolf v. Ems Barlaam 350,13972 P. ⟨14.jh.⟩ wie er (kaiser) dem kindischen man/ sine hochen wirdekaitt/ gemachett gross und braitt göttweiger trojanerkrieg 3736 DTM. A15.jh. gottes herbarmhertzichait/ ist so michel und so brait Wittenwiler 793 DLE. 1533 sic in politia: qui valent belli, pacis studiis, non gloriantur, sed discunt ea in timore; hos autem contemnit vulgus imperitum, maxime die breiten hansen Luther tischreden 1,250 W. ⟨1822⟩ o welch ein breiter, widerwärt’ger narr! Immermann 16,132 B. 1851 es ist scheußlich in Amerika, wo Heinzen der größte mann ist, und wo auch jetzt der breite Struve das ganze land mit seiner schiffe übergießen wird Engels in: Marx/E. (1956)27,552. 1930 so drängte es ihn jetzt schon, den müller zu spielen, geld sehen zu lassen und breit aufzutreten Dörfler lampe 354. 2005 eine breitere aussenwirkung können die jihad‐websites ohne das ‘transport‐vehikel der medien’ jedoch bisher nur in wenigen muslimischen ländern entfalten n. zürch. ztg. (5./6.2.)51b. breit tun ausbreiten, überheblich auftreten: 1774 ich (student) habe sie (wirtin) kürzlich bezahlt – nun kann ich schon breiter thun Lenz in: stürmer u. dränger 2,23 DNL. ⟨1804⟩ ihr thut so groß, ihr thut so breit,/ doch hinterm berg sind auch nocht leut Tieck (1828)1,105. ⟨1894⟩ bloß heut’ nicht recht, du tropf? so heut’,/ wie alle tage! tut sich noch breit Halbe [1917]5,405. 1916 ich liebe alle die wenigen in Deutschland, die viel wissen, nicht damit sich breit tun, bei denen aber die flüchtigste anfühlung an einen gegenstand gleich tausend türen des wissens aufspringen läßt S. Zweig br. 2,126 B. 1998 auch wenn sich mittlerweilen männer in diesem kunstzweig breit tun – quilten steht noch immer fest in frauenhänden st. galler tagbl. (30.3.), IdS‐arch. c weit verbreitet: ⟨n1190⟩ dem kvnige was vil leit/ daʒ Jasones lop was breit/ von landen zv landen Herbort 170 F. ⟨1225/30⟩ schiere wart daʒ mære breit:/ in daʒ rîche wart geseit,/ wie eʒ was ergangen Rudolf v. Ems Barlaam 204,8101 P. ⟨1331/5⟩ von im (gott Daniels) wirt nicht gestrichen/ sine macht nach werdikeit./ wunder wirkit er vil breit Daniel 5476 DTM. ⟨z.j.1462⟩ sein lob was breit, weit man es seit,/ das hört ein herzoginne,/ die was ser hübsch und auch gemeit/ und gwann zu im ein minne hist. volkslieder 1,538 L. 1512 ach gott, du arme christenheit,/ wie ist dyn schaden also breit,/ so man vmb schencken gibt das ampt!/ vsz an galgen alle sampt! Murner 2,143 Sch. 1581 vnd sie (Maria) gebar jrn ersten son/ .. des ausgang ist von ewigkeit/ ein schoͤpffer aller werlet breit Ringwaldt evangelia C 3b. d ausführlich, plastisch: 1471 item gapp der gedochte herre bisschof von der Coye vor von eynem richttage .. mit breyter vorczellunge etc. acten ständetage Preussen 1,150 Th. 1676 hievon ist, im obelisco pamphilio Kircheri am 242. blat, breitere erzehlung zu haben: denn ich mag hierinn der weitläufftigkeit nicht zu viel nach hengen Francisci lust‐haus 96. 1745 den herr freymauerermaister grüeß gar schön, vnd sag, ich wurd mit dem nächistem ein brayten brieff an ihm schreybn Schwabe tintenfäßl 51. 1758 dein gesetz ist ausnehmend breit. in welcher liebenswürdigen ausdehnung und breite sehen wir hier unsere religion und unsere sittenlehre Hamann 1,241 N. 1829 der eindruck, den das buch macht .., ist sehr angenehm, zumahl in den anhängen, die untersuchung frei und doch vorsichtig, überall so hübsch combiniert, und die darstellung breit und anmutig Lachmann brw. 2,853 L. 1870 ich habe daher auch nicht gescheut, selbst mit einer breiten, hier und da ermüdenden ausführlichkeit die entstehung und den werth der einzelnen zahlen klar zu legen Schmoller kleingewerbe VII. 1931 zum abendessen Eva Brann, dann Kurt Bauchwitz. gutes und breites gespräch über Hegel, Voltaire, den tod Mozarts, Ricki, Armin Kesser, den kommunismus K. Mann tgb. 13 H. 1951 dieser teil sollte nichts als erzählen .. in der form einer breiten dichterischen darstellung Weinert camaradas 10. des breiteren u. ä. eingehender, auch ‘umständlicher’; gehoben: ⟨1773⟩ die vielen leichtsinnigen leser, die die urkunden doch nicht ansehen, wenn sie gleich den geschichtbüchern des breitern beygefügt sind F. Nicolai Nothanker 1(1776) )( 4b. 1810 so kam ihm der streit mit dem Jacob über eine eigentliche kleinigkeit sehr gelegen und er hat nun schon 6 – 8 bogen darüber auf das breiteste verhandelt W. Grimm br. an Savigny 84 Sch. 1893 Hassenpflug führte seinen beweis aus der kirchenordnung des breiteren aus; der kurfürst hörte schmunzelnd zu Sybel vortr. u. abh. 234 V. e einen großteil (der bevölkerung) betreffend: ⟨1822/4⟩ fünf tage der woche war die industrieausstellung dem breiten, zwei tage dem hohen publikum geöffnet Börne 2,137 R. 1854 ein schroffes gegenüberstehen von reich und arm. so lange noch ein breiter mittelstand dazwischen liegt, werden die beiden extreme selbst moralisch vom zusammenstoßen abgehalten Roscher system 1,121. 1930 die autorität war hin. eine breite öffentlichkeit fing an, den richter so zu behandeln wie frühere zeiten den henker Feuchtwanger erfolg 1,391. 1965 diese filme könnten dazu beitragen, daß die bestrebungen der genannten organisationen auch für die breiten massen vorbildlich werden. das fernsehen ermöglichte ihre verbreitung in größtem umfange Geissler kulturhygiene 88. 2003 die internationale und nationale foto‐gemeinde wie auch das breite publikum profitieren am meisten, wenn die beiden partner durch ihre verbindung je an profil und schärfe gewinnen n. zürch. ztg. (14.11.) 10c. 3 unmäßig, grob. überwiegend pejorativ und auf sprache, mimik bezogen. a gedehnt oder kräftig, druckvoll sprechend; in dialektalen merkmalen stark ausgeprägt: 1561 breite lange wort, wenn einer gemach vnd langsam im reden ist Maaler t. spr. 77a. 1799 Schellings bruder ist groß und stark und spricht dick und breit schwäbisch C. Schlegel br. 1,275 W. 1830 es thut aber bei den schönen, breiten stimmen der bässe und auch bei den tenören zuweilen sehr gut Mendelssohn‐B. br. 61,52 M.‐B. 1887 wir Schlesier sprachen behaglich und breit mit dem vordermunde Freytag (1886)1,85. 1932 seine hohe, kratzige stimme bäumte sich wie ein wieherndes roß gegen die breite stimme Schwandts, die sich behäbig niederließ Reger hähnchen 63. 1965 ‘sie müssen mir helfen’, begann sie in langsamem, breitem sächsich wochenpost 13a. 2005 ‘ocker’ ist ein ausdruck, der ländliche und etwas ungehobelte Australier beschreibt, einschliesslich deren breiter, näselnder intonierung der sprache n. zürch. ztg. (22.11.) 7c. b derb: 1696 Platuze Nickels frau hat vergangen ein breit maul gehabt. aber die frau mutter hat sie bezahlet, sie wird nicht wieder kommen Weise lateiner 297 DLE. 1763 daß .. die knospen blühender gedanken unter dem laube breiter ausdrücke sich dem spürenden geruche verrathen Hamann 2,248 N. 1848 wer recht breit und derb eine alltagswahrheit ihnen in’s ohr schreit, ist ihr mann, ihr heiland Alexis hosen (1846)2,3,117. 1879 du kind, du greis, du kauz, hanswurst und engel!/ durchsicht’ger seraph, breiter erdenbengel,/ im himmel bürger und im Bayerland! Vischer auch einer 2,57. 1901 und mit breitem spott wird die bäuerin geschildert, die das fette fleisch nur an einer schnur in das kraut hängt und es, wenn das letztere gar gekocht, wieder herauszieht, um es .. für ein nächstes krautgericht noch einmal zu verwenden Heyne hausaltertümer (1899)2,327. 1965 seine frau war gutmütig und vergnügt gewesen, aber breit und lärmig Seghers kraft 9. 4 phraseologisch. lang und breit in hohem maße, in allen einzelheiten, umfassend; auch substantiviert: ⟨1160/70⟩ dat is des almetigin godis minne./ di is sô lanc unde sô breit,/ dat si allir werilde is bireit Wernher v. Niederrhein 273 K. ⟨u1200/10⟩ ir schade wirt lanc unde breit:/ ir nâhent komendiu herzenleit Wolfram Parzival 7104,23 L./H. ⟨1352⟩ der chaiser fuert die chunigynne/ .. her und hyn/ und zaigt ir sein reichait/ durich das her lannkch und prait Seifrit Alexander 7546 DTM. u1480 er hat hüt mir unwissent geschickt nach Josen Wirtenberg und ein langs und braytes mynthalb mit im geredet privatbr. d. ma. 2,64 S. 1525 also ist die liebe auch lenger und breyter denn glaube und hoffnung. denn der glaube hat alleyne mit gott ym hertzen ynn diesem leben zu thun Luther w. 17,2,171 W. ⟨1579⟩ dieweil sie nit glauben, daß das brot vnd der wein im sacrament des altars .. kein brot noch wein mehr bleiben, sonder von stundan in den wesentlichen warhafftigen leib vnd blut Christi, so lang vnnd so breit, als er am holtz des kreutzes gehangen, verwandelt werde Fischart binenkorb (1588)66a. z.j.1637 in disem 1604 jar .. hat die gemain des h. abermals vil anlauff vnd v̈berdrangs von kriegsleuten erlitten .. auch von andern, die .. nach lengs vnd breits auff der brüeder häusser getrachtet haben geschichtsb. d. wiedertäufer 336 B. 1672 es hätte ein kerl von einem andern ein langs und breits daher gesagt, wie man ihn verrahten und verkaufft, gefangen, gebunden, .. gecreutziget hätte Grimmelshausen vogelnest I 26 Sch. 1721 da sie doch wissen, .. daß ein einiges blatt, mit fleiß gemacht und .. ihnen viel nützlicher .. sey, als wenn sie ein langes und breites daher machen ev. schulordn. 3,251 V. 1773 in London schrieb ein chymicus .. ein langes und breites von einer universalmedicin, welche er erfunden zu haben vorgab in: Buchner ärzte (1922)159. 1806 was haben sie denn hier so lang und breit zu verhandeln? Baillie, leidenschaften 1,378. ⟨1889⟩ und dann – wißt’s noch? – sein lang’s und breit’s beschreib’n, warum ihm d’ oane und d’ andre, was z’haben g’west war’, nit ang’standen is Anzengruber 39,37 B. ⟨1909⟩ da hatte der vorsteher schnell zurückgezogen und so getan, als wenn er bloß spaß gemacht hätte, und sich lang und breit entschuldigen wollen Löns s. w. 8,252 C. 1968 ja, schwätze werdet ihr, lang und breit, wie ich euch kenn’, bloß was tut das dem Hennes noch nutze? in: voranmeldung 225. 2013 kurz vorher haben wir in Leipzig lang und breit über unsere strategie für die bundestagswahl diskutiert spiegel 8,27a. weit und breit überall, im zusammenhang mit einer negation ‘nirgendwo’; vgl. 1DWB 14,1,1,1257: ⟨u1300⟩ die gotes barmherzekeit/ sagete er wit und breit väterb. 1530 DTM. ⟨A15.jh.⟩ deine zele .. sal seyn eyne schawerinne, mit der wil ich mich alszo tiffe yn grosir libe voreynigin, das dovon .. dy menschin sullin wissen und werdin mögin weyt unde breyt sagin Johannes v. Marienwerder leben Dorothee 320 T. 1500 glich als da gatt ab eim vff den andern ein erbfal/ das weisst man jn landen wytt vnd breitt vberal d. geschichtsfreund 4(1847)13. ⟨1554/62⟩ man findtt in diesem lanndt weit unnd preit kein wasser, dann was die cisteren machen Schmidel Süd‐Amerika 91 LV. ⟨v1605⟩ nun sicht man da inn breyt vnnd weyt/ vmb die statt nichts, als felder vnd wisen Ayrer d. ä. 3,1507 LV. 1656 gottesfurcht, keuschheit vnd redligkeit, gelten nun wenig gar weit vnnd breit, zu dieser zeit venus‐gärtlein 13 HND. 1703 es ist aber derselbe (salzbrunnen) ebenfalls in der vorgedachten rudolstädtischen grafschafft Schwartzburg gelegen, und wird in der, wegen des saltz=siedens, weit und breit bekannten stadt Franckenhausen .. angetroffen Behrens hartz‐wald 109. 1783 und alle bäume rund umher/ all’ alle weit und breit/ stehn da, geschmückt mit gleicher ehr Claudius s. w. (1775)4,7. 1807 die größten kisten halten 50 – die kleinsten 30 bouteillien – es wird weit und breit verschickt K. E. Goethe br. 52,167 K. 1891 weit und breit ist auch nicht eine einzige waffe mehr aufzutreiben aus jener alten ruhmvollen zeit, da alles schwert, speer und streitaxt führte Allmers marschenb. 3160. 1904 ‘odol’, welches itzt sowohl in deutschem als auch in welschem lande von jedermann mit nutzen angewendet und weyt und breyt höchlichst gepriesen wird jugend 376. 1962 in dieser gegend gab es noch keinen krieg. besonnter, warmer friede weit und breit Marg Demetrius 2,562. 2003 erstaunlich gesittet und zurückhaltend gaben sich die zuhörer, keine hysterie, keine ohnmachten weit und breit berl. ztg. (26.11.)26f. einen breiten rücken, buckel (haben) viel aushalten, ertragen: 1509 vrsach, sye haben rucken breit/ vnd mögen solches wol ertragen Murner 1,1,73 Sch. 1578 an statt eins spitzen fingers oder der spitzfindigkeyt, ein breyter schilt oder preyter rucken, das ist gedultige verharrung vnd außharrende gedult Fischart 3,237 DNL. 1665 (sie) erzehlete hiemit den mit Philip geführten zank über jhrem beylager, dessen wol rechtschaffen gelachet ward; aber Hypsikratea hatte einen breiten rücken Bucholtz Herkuliskus 910b. ⟨1782/7⟩ aber das ungetreue element (wasser) schlug sich zur stärkern partei und trug auf seinem breiten rücken die feindliche flotte willig an das gestade seines territorialherrn Musäus volksmärchen 3,62 M. 1840 das geht aber nicht, doch will unser Mariechen einen breiten buckel machen und es noch mal so ganz von weitem versuchen Droste‐H. br. 1,466 Sch. K. 1864 vollständig gerüstet fand er ihn (präzeptor) und bereit .. einen breiten buckel zu machen für alles, was man ihm auflegen mochte Raabe 6,221 H. ⟨1913⟩ wieviel mühe, wieviel arbeit, ein wie breiter rücken dazu gehört hat, die selbstverständliche freiheit zu schaffen Tucholsky 1,66 G.‐T./R. 1983 aber der mann fehlte, der starke und der schützende arm, die schulter zum anlehnen, die feste hand, die fremde türen öffnete, und der breite rücken Behrens fee 121. 2009 in vielen ländern (kommen) neben konjunktursorgen erhebliche währungsprobleme hinzu. ‘wir werden einen breiten rücken machen müssen und stark auf die kosten achten’ frankf. allg. ztg. (3.8.)14a. eines haares, fußes, fingers breit u. dgl. ein geringes, weniges, später mit akk.; s. auch fingerbreit adj., m., fußbreit adj., m. : 1521 der da nitt darff aines zwerchen fingers brayt von den worten abweychen Oekolampadius beicht N 2b. 1563 daß vil nachbarn under und über im mit sampt irem gantzen haußgesind nit eins härleins breit not haben Kirchhof wendunmuth 1,310 LV. 1612 ein sternseher kan seine mondenzeit genaw außrechen, er fehlet nicht eines haares breit Herberger trawrbinden (1611) 2,61. 1652 ich bin nicht geflohen und habe meinem gegner keinen fuß breit gewichen Harsdörffer Heraclitus 55. 1719 als nur einen zoll breit abzuweichen von seiner treu in: Abraham a s. Clara kramer‐laden (1710)3,229. ⟨1782/7⟩ ob nun wol der gemeinste rechenmeister, der seiner kunst nur um ein haar breit kundiger gewesen wär’ als die unbelehrte k‐lenberger rechengilde Musäus volksmärchen 2,70 M. 1832 wenn er auf solches futter nicht trank, so stund ihm der tod zween finger breit am kragen Regis Gargantua 1,763. 1869 ich wüßte nicht, wie ich gerade über diesen punkt ein haar breit weniger unterrichtet sein sollte, als der herr vorredner Bismarck reden 4,207 K. 1914 was immer auch weisen erreichbar sein mag, der höchst schwer zu treffende ort (zustand) – weibern mit ihrer zwei finger breiten weisheit ist das unerreichbar Dahlke buddhismus 385. 1994 aber unsere reformansprüche gelten strikt im rahmen der verfassung, und sozialdemokraten sind nie einen finger breit von der demokratie abgewichen spiegel 47,40b.

breiten, vb.

Fundstelle: Band 5, Spalte 759, Zeile 12 [Mederake]
BREITEN vb.   ahd. mhd. breiten. as. brēdian, mnd. brēiden; anfrk. brēden, mnl. breden, nnl. breiden; afrs. brēda; ae. brǣdan, me. brēden, ne. (veraltet) brede; an. isl. breiða, norw. bre, älter brede, dän. brede, schwed. breda; got. ‐braidjan. abl. von breit adj. vgl. dazu ausbreiten vb. 1 etwas weiter, größer machen. a etwas öffnen, weiter (empfänglicher) machen; jünger selten: ⟨790/802⟩ framkanc .. dera kilauba. kepreittemv herzin .. si kehlaufan benediktinerregel 191,2 S. ⟨11.jh.⟩ vuec dinero gebote liuf ih, do du gebreitist min herze Notker ps. 118,32 H./Sch. ⟨2.h13.jh.⟩ si sehent und minnent in und zerfliessent denne von suͤskait .. und wirt gebraitet ir hertz st. georgener prediger 185 DTM. A15.jh. vnd das du dich weittrest (var.: prayttest ader weyttrest) zů gutmůtti vnd danckbarkait, so merck die gotlichen miltikait vnd sich dein vnwürdigkeit Bonaventura, via 41 TSM. ⟨1751⟩ kleide dich durch die hülfe des traumgotts in meine gestalt ein,/ .. breite entschließung und muth über ihn und ruffe mit allmacht/ seine begierden zum ruhm, und zu lang blos gewünschter befreyung Wieland I 1, 200 ak. 1953 liebe und verstehen wollten sie über alle breiten, denen sie harte worte gegeben haben und an denen sie achtlos vorbeigegangen sind Joho weg 399. b etwas ausdehnen, vergrößern, mehren; auch refl.: 863/71 breiti ouh thinaz richi in thaz hoha himilrichi Otfrid IV 4,50 E./S. 9.jh. rubore suffuso rotamen kepreitomo ahd. gl. 2,732,10 S./S. ⟨1060/5⟩ der hunger sich breite in die werlt wîte./ er gie uber al, daz liut starb unde geswal wiener genesis 2126 ATB. ⟨u1160⟩ dich minnent unde erent, furhtent und flent driu riche/ .. dei du zeches unde antreites, enges und breites, als du wil himmelreich 2,7 M. ⟨2.h13.jh.⟩ won so si (Maria) ie me git, so si ie me hât, und wirt ir vroͤde mit gehoͤhert und gebraitet ir ere in hymelriche und in ertrich st. georgener prediger 107 DTM. ⟨u1350/77⟩ so begint sein zoren sich praiten,/ daz er hart ist ab ze laiten Teichner 123,33 DTM. 1499 verfüren ist mit wartung langer zit dz übel breiteren Terentius 14a (kommentar). 1521 (die kirche) yn alle wellt gepreyttet ist Luther w. 8,29 W. 1569 auß Persien hat sich darnach diß vbel auch in andere land vnd koͤnigreich gebreitet durch namhafftige zauberer theatrvm diabolorum 209b. ⟨1634⟩ das vnglück pfleget sich durch alle welt zu breiten/ .. der weis’ ist nur allein der diß gesetze bricht Opitz op. [1689]1,347. 1653 so machens auch die aertzte, dann wann sie sehen, daß aus einem angesteckten gliede die kranckheit über den gantzen leib sich breiten wil, erhalten sie lieber mit verlust desselben gliedes des übrigen gantzen leibes wolfahrt Lehsten Rufus, Alexander 150. 1789 es wird sich zwar etwas breiten, und einen völligen bogen – wo nicht noch mehr – einnehmen Langbein in: Bürger br. 3,244 S. 1806 es ist: als göß die hölle selbst ihre schwarze heerschaar aus, verderben und fluch zu breiten auf die welt Baillie, leidenschaften 1,131. ⟨1877⟩ nebel, eis und schnee breitet er (der winter) über stadt und land Anzengruber 34,364 B. ⟨1906⟩ eine angenehme beruhigung breitete sich über ihn, als hätte er die berührung einer festen, gütigen hand gefühlt Musil ges. w. (1981)6,129 F. 1961 zwischen der frau und Kilian breitet sich schweigen. die beiden sehen einander nicht an Steinberg Weltende 378. 2 etwas, sich in der fläche, im raum ausbreiten. a etwas in seiner ganzen größe oder fläche auseinanderbreiten, auf, über etwas ausbreiten; auch refl.: u830 sie breitent iro ruomgiscrib Tatian 2141,3 S. 10.jh. spargit preitit ahd. gl. 2,182,45 S./S. ⟨n1190⟩ do quamen sie zv lande/ vn̄ hiʒʒen vf deme sande/ breiten vber al daʒ felt/ ir pauelun vn̄ ir gezelt Herbort 357 F. ⟨u1210⟩ heiz dînen eren/ flîzeclîchen keren,/ dar ûf einen tepech spreiten/ und einen pfelle breiten,/ grüene oder rôt gevar Otte 244 G. ⟨M14.jh.⟩ und di vischer werden truren, und di den angil werfen in daz wazzer, werden weynen, und di daz netze breiten uf daz wazzer, di werden vorswinden Cranc 26 Z. 1468 also tett Muffel die eysinin büchsen (voll gulden) auf und praytet seine cleider auf das weytest über die büchsen (Nürnb.) chr. dt. städte 11,764. ⟨1538⟩ ein herrlich quidem gebrenge, ut omnes accurrant, ut palmen und die zweige und kleider auff den weg breiten, et in civitatem ducunt mit singen und freuden (nachschr.) Luther w. 46,251 W. 1587 d. Faustus .. nimpt hernach einen breiten mantel, breitet jne in seinen garten .. vnd setzte die grafen darauff volksb. Faust 281 HND. 1645 wann sie spatziren gehen, müssen die diener tepicht auf den weg breiten, damit sie die füsse nicht etwann auf einen harten stein setzen Harsdörffer gesprächsp. (1641)5,365. 1690 er breitete ein tüchlein auf die erde, und nachdem er die speisen darauf gesetzet, nöthigte er die andern Happel academ. rom. 549. 1704 die juden haben so gar ihre kleider auf die erde gebreitet, wie der heyland zu Jerusalem eingeritten Abraham a s. Clara gemisch 240. 1784 und es liegt ein brautbette da, worüber der morgen seinen goldenen teppich breitet Schiller 3,476 G. 1828 nimm einen suppentopf, breite ein reines serviet darüber, dann stoße um 12 kreuzer vanille mit 3 vierting zucker nicht gar zu fein, gib selben sammt der vanille auf das serviet Meixner kochb. 483. ⟨1869⟩ er (streckte) sich auf das alte geräumige polsterbett, ein kissen unterm kopf, das große gelbe umschlagetuch der tante wie eine decke über die füße gebreitet, und begann bei dem schwachen licht des lämpchens hinter seinem haupte allerlei wachen träumen nachzuhängen Heyse [1924] I 5,219. 1914 dächer fallen flackernd auf die felder,/ menschen werden an die wand gebreitet Herrmann‐N. sie 91. 1969 er starrte in die dunkelheit. sie lag wie ein schwarzes tuch über die stadt gebreitet, ein tuch mit nur wenigen kleinen löchern, aus denen es matt schimmerte Kühn stadtpfeifer 161. 2005 nichts kann ein pariser opernpublikum dazu zwingen, seine mäntel an der garderobe abzugeben; die auf die sitze neben shopping‐plastiktüten gebreitete überkleidung verleiht den eingenommenen plätzen etwas behaglich privathöhlenartiges frankf. rundschau (24.11.)17c. b etwas (nach den seiten hin) strecken, spreizen; ausstrecken. auch refl.: ⟨u1120⟩ der vrunti minnin undi der viandi breitoti di virdenitin hendi./ an den sol ufreht irstan, swer mid goti wil volhertan summa theologiae 17,3 M. ⟨u1270⟩ der stam begunde breiten di este wol beschoͤnet,/ vil zwie von im leiten, der drizic lant mit wirde wern bekroͤnet Albrecht v. Scharfenberg Titurel 95,1 DTM. ⟨M14.jh.⟩ und undir im wirt er breiten syne arm als eyn swymmer zu swymmen Cranc 32 Z. u1477 uff ain zyt batte ain pfaw ainen kranch ze gast .. und ward der pfaw sich rümen und überheben der schönen, glyssenden, mancherlay schynenden und gespiegelten federn, und warff da mit synen schwancz uff und braitet in über sie Steinhöwel Äsop 274 LV. 1553 darumb ich breyt, allzeit,/ mein hend zu dir, hilff mir,/ vnd still mir meinen kummer Waldis psalter 259b. 1639 dieselbe (sonne) .. breitete brennende helle stralen, recht als mit einer lohe vnd flammen, weit von sich Micraelius Pommer-land 4/6,340. 1676 die (sterne haben) einen gewaltig=langen zweyzinckichten gabel=schwantz .., als ob sie ein paar langer stralen, bald nach dem mittel=theil deß schwantzes, voneinander breiteten Francisci lust‐haus 1235. 1732 das glücke bestimmt dir ein herrliches looß,/ es breitet die armen, und öffnet die schooß Henrici ged. (1727)3,500. 1787 (China hat) in ältern zeiten bis ans Kaspische Meer seine hand gebreitet Herder 14,18 S. ⟨1804⟩ zu beiden seiten des flusses breitet es (Prag) seine bunten häusermassen Schinkel nachlaß 1,47 W. ⟨1880⟩ sie .. wankte .. nach einem kleinen buschigen platz nah am wege, wo über niedrigem haselgesträuch ein paar hohe edelkastanien ihren wipfel breiteten Heyse [1924] III 3,69. 1914 ein gar weitverzweigtes system von ‘schleppern’ und ‘hauptschleppern’, von ‘schiebern’ und ‘oberschiebern’ ist über das ganze land gebreitet und reicht selbst bis ins ausland Liebknecht ges. reden (1958)7,356. 1962 er breitete seine arme und stand so, erhobenen blickes, als ein kreuz in menschengestalt Marg Demetrius 2,53. 2011 Gramm folgt dem sanften gefälle des geländes bis hinunter zu einem teich, über den eine blutbuche ihre äste breitet hamb. abendbl. (1.6.), onlinequelle. c etwas, sich in der fläche verteilen, auslegen: (u1196)hs.1477 und druc in an die sunnen/ und breite in (rock) uf die erden,/ daz er solte drucken werden Orendel 68 ATB. M14.jh. vnd ein wenig gewuͤrtz gebreit vf ein blat, von teyge gemacht b. v. gůter spise 32 TSM. 15.jh. so man dich (fisch) in die köchen treit/ vnd dich wirfft uff den tysch/ vnd zursneyt dich alz ein fysch/ vnd zue kleynen stücken preyt erz. altdt. hss. 572 LV. 1524 wir mussen im (dem herrn) sein flachs .. in die bach legen, widderumb herus weschen, breiden und heymfurn bauernkrieg, aktenbd. 136 F. 1570/7 tünge und breite mist im abnemen des monden haushaltung in vorwerken 259 E./W. ⟨1608⟩ auff dem boden werden erstlich geflecht von bintzen gebreit über vnnd über Schweigger reyßbeschr. (1619)147. ⟨1682⟩ mist auf die brach‐aecker führen, breiten, einackern und anbauen Hohberg georgica (1687)1,213a. 1716 die düngung auf den brachen vollends breiten zu lassen, so noch nicht gebreitet ist Marperger küch‐ u. keller‐dict. 457b. 1790 die nacht über lagerten wir uns auf einer scheundiele, wo die gastfreien, durch unsern besuch hocherfreuten einwohner, uns eine streu gebreitet hatten Kosegarten rhapsodieen 1,20. ⟨1832⟩ sieh dort die gaben von der erde tische,/ auf goldnen matten rein und klar gebreitet Immermann 15,102 B. 1884 zu seinen füßen aber waren zwei lämmer gebreitet, welche der adler mit mühe ihren hirten abgeraubt hatte Nietzsche w. 2,462 Sch. 1912 es hätte ein segen für den buchweizen werden können, wenn es (der dung) gut und rechtzeitig gebreitet worden wäre Kröger nov. (1914)1,187. 1964 die witwe Nakonz hat sand gebreitet Brězan mannesjahre 356. 3 etwas bekannt machen, verkünden; bekannt werden: 863/71 was liuto filu in flize, in managemo agaleize,/ sie thaz in scrip gicleiptin, thaz sie iro namon breittin Otfrid I 1,2 E./S. ⟨u1060⟩ dîn namo ist uuîteno gebrêitet, uuanta uone dir Christo hêizzen uuir christiani Williram 3,2 S. ⟨u1130⟩ suas so wir gŏtes uernemen oder uerstan,/ daʒ scul wir preiten unte meren priester Arnold siebenzahl 109 P.‐K. ⟨v1250⟩ die mere brachen uß und breiten sich in jhem sale, das sies allesament wol befunden darumb myn herre Gawan hinweg reit und sin gesellen Lancelot 1,308 DTM. ⟨2.h14.jh.⟩ sein lob daz wil ich praitten:/ hurta, hurta, Ungerlant,/ dein chrey den pesten ist bechant! Suchenwirt 1,206 P. 1472/3 sölche wort Barnaba betrübten zů Ambrogiolo sprache mit worten ze kriegen es möcht sich weiter preiten, du sagest vnd ich rede, das alles nicht anders dann wort sein Arigo decameron 144 LV. 1508 wo sein (gottes) lob vnnd eer gebraitet wirt, ab dem wiltu ain gefallen haben Geiler pred. S 3a. ⟨1633⟩ der besten völcker krafft doch haben umbgekehrt/ und nach den wolcken zu ihr werthes lob gebreitet/ so wird auch dir hiervon ein grosses thor bereitet Opitz op. [1689]1,13. 1720 hier wirstu oft genand und von geschickten leuten/ die andrer nachruf nicht aus blindem eifer breiten,/ nach würden ausgebracht Günther 4,212 LV. 4 (die hände) schützend über etwas strecken: hs.M/E13.jh. vnd lobten den hailant,/ der seine zesewe vnd seine hant/ het gepraitet vber sie priester Wernher A 2805 W. ⟨1349/50⟩ pei dem vogel verstên ich ainen gedultigen menschen .. der fleugt in dem glück und praitt die flügel seinr miltichait über arm läut Konrad v. Megenberg b. d. natur 203 P. u1470 vater der weisen, thu dein gnad hy chund!/ .. und prait dein flugel, das wir under dÿe/ vor des veindes antlucz fliehen also Beheim ged. 2,62 DTM. 1523 ich byn Ruth deyne magd. breyte deynen flugel vber deyne magd Luther bibel 1,34 W. 1562 vnd die obrigkeyt muͤste sich mit jren dienern, wie s. Franciscus mit seinen bruͤdern behelffen, wie sol ich jhm thun sagt er, vnd breittet seine hende druͤber Mathesius Sarepta 218b. ⟨v1769⟩ du rufst. hier bin ich, herr! preis und halleluja/ sey dir, der seine hand stets über mich gebreitet Gellert (1769)6,104. 1835 dürftig breitet ein baum schützende arme umher Mörike 21,77 M. ⟨1859⟩ vor dem portikus finde ich meinen freund, den polizei=inspektor Prieser, dieser breitet seine fittiche über uns und leitet uns durch das gedränge der kutschen Holtei erz. schr. (1861)30,391. ⟨1925⟩ neben dem palais eine kirche, mit einer goldenen mutter gottes auf der spitze, die segnend und schützend die hände über ihr haus breitet Tucholsky 2,14 G.‐T./R. 2010 oder sollte vielleicht elchvater Josef sein geweih schützend über das elchkind breiten? nürnb. nachrichten (14.12.), IdS‐arch.

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Zitationshilfe
„breiten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/breiten>.

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