Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

brigant, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 810, Zeile 65 [Meyer-Hinrichs]
BRIGANT m.   lehnwort aus mlat. brigantes m. pl. oder aus it. brigante m., vgl. auch frz. brigand m., engl. brigand subst., span. bergante m. bis ins 15. jh. auch in der form pregant. 1 fußsoldat, ‐knecht, söldner: 1362 do er nuͦ solte wider die fiande faren do beduhte in das er ʒuͦ wening ritterschaft hette; do von hies er uf den doͤrfern briganten oder fuͦsfehter sammenen els. legenda aurea 1,702 W./W.‐K. ⟨1468⟩ item am freitag ze nacht nach ostern kamen 40 preganten von Fridperg und wolten die zieglstedl verprent han Zink in: (Augsb.) chr. dt. städte 5,272. 2 aufständischer, aufwiegler; straßenräuber. jünger überwiegend historisierend: 1792 der sohn, welcher Jourdans blutigen fahnen, raubend, sengend und mordend als lieutenant nachzog, wüthender brigand Matthisson schr. (1825)2,328. 1813 alle feinde, die hinter dem rücken seines heeres und außer der linie agieren, als briganten, als ehr‐ und rechtloses gesindel zu behandeln Jahn br. 45 M. ⟨v1867⟩ der weg sei weit, .. bei nacht leicht zu verfehlen und über dem nicht sicher wegen eines jüngst von der Leuchtenburg entsprungenen briganten Kügelgen jugenderinn. (1870)456. 1917 das recht des briganten ist ja so lange göttlich, als er sich nicht erwischen läßt Fernau durch 242. ⟨1957⟩ gibt auch richtige räuber, vergleichbar den briganten Siziliens und doch wieder anders Becher sp. 2,89. 2012 gegenwärtiger ist der mensch, als den Rousseau sich zelebrierte: der zweifelnde und empfindsame, der sich probierende und die armut suchende brigant spiegel 26,121c.

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Zitationshilfe
„brigant“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/brigant>.

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