Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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brille‐., brillenauge, n, brillenboutique, f, brillenbügel, m, brillenetui, n, brillenfutter, n, brillenfutteral, n, brillengestell, n, brillenglas, n, brillenmacher, m, brillenreißer, m, brillenschlange, f, brillenschleifer, m, brillenschneider, m, brillentragend, adj., brillenträger, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 815, Zeile 26 [Meyer-Hinrichs]
BRILLE‐.  ca. 100 zuss. mit brille f., meist mit fugenelement ‐n‐, bestimmungswort vereinzelt auch brill‐: ‐auge n.: ⟨1861⟩ Storm 2,128 K. 1974 frankf. allg. ztg. (30.4.)27d. ‐boutique f.: 1741 Lindenborn Diogenes (1740)2,757. 2007 frankf. allg. ztg. (22.11.)17d. ‐bügel m.: 1827 Rellstab verhältniß 110. 1978 de Bruyn forsch. 67. ‐etui n.: 1829 cob. regierungsbl. 23,295. 2004 Schroeder mutter 69. ‐futter n. brillenfutteral. erstbeleg in unklarer bedeutung: ⟨1579⟩ Fischart binenkorb (1588)176b. 1807 Campe wb. 1,621b. ‐futteral n.: 1885 Nietzsche br. an mutter u. schwester 3413 F.‐N. 1974 Schütz festbeleuchtung 15. ‐gestell n.: 1838 universal‐lex. handelswiss. 2,222a Sch. 2005 n. zürch. ztg. (5.10.)37a. ‐glas n. (s. d.). ‐macher m. (s. d.). ‐reißer m. possenreißer, schwindler, spaßmacher: 1572 Fischart 2,291 DNL. ⟨v1661⟩ Schupp lehrreiche schr. (1684)430. ‐schlange f. (s. d.). ‐schleifer m. brillenmacher: 1781 Jacobsson technol. wb. 1,302a. 1996 reichenbacher kal. 76. ‐schneider m. brillenmacher: ⟨1548⟩ Waldis Esopus 2,111 K. 1885 Sanders erg.‐wb. 458b. ‐tragend adj. : 1873 Villers br. eines unbek. 1,195 L./W. 1996 frankf. allg. ztg. (31.8.)37d. ‐träger m.: 1796 Nemnich polyglotten‐lex. (1793)5,89. 2004 berl. ztg. (20./21.3.)6a.

brillenschlange, f

Fundstelle: Band 5, Spalte 816, Zeile 11 [Meyer-Hinrichs]
BRILLENSCHLANGE f   zuss. mit brille f., stets mit fugenelement ‐n‐. 1 gefährliche giftschlange, die beim spreizen des nackens eine brillenartige zeichnung aufweist; südasiatische kobra, naja naja: 1721 im teutschen heisset sie die brillenschlange: denn sie hat auf ihrem kopfe gleichsam wie eine haube oder mütze: und auf derselbigen eine figur wie eine brille Lemery, materialien‐lex. 613. 1783 wider das schlangengift, zumal der brillenschlange, brauchen sie eine salbe Forster 11,53 ak. 1832 die brillenschlange, n. tripudians, hat von der schwarzen brillenzeichnung auf jener halsscheibe ihren namen Wiegmann/R. zool. 196. ⟨1879⟩ dann ist freilich jeder bange,/ selbst der affengreis entfleucht,/ wenn die lange brillenschlange/ zischend von der palme keucht Busch 5,83 N. ⟨1938⟩ ein anticancroïd, ein innerliches gegenkrebsgift, ein pulver aus den drüsen der kreuzkopfförmïgen afrikanischen brillenschlange F. Wolf grenze (1950)14. 2011 wegen der typischen zeichnung auf ihrer gespreizten nackenhaut wird sie auch brillenschlange genannt. mit dem gift aus den zähnen lähmt sie ihre opfer spiegel 12,156a. 2 (meist weibliche) person, die eine brille trägt. scherzhaft, abwertend: 1820 ich meine die eleganten männlichen brillenschlangen, welche jedoch die brille nicht, wie die naturhistorische, auf dem rücken gemalt, sondern auf die nase gesteckt tragen Jean Paul I 15,136 ak. 1913 es genügt vollkommen, irgend so einer brillenschlange die gläser hoch zu schieben, dann sieht man, daß sie trübe, blöde augen hat Groddeck mensch 200. 1957 er ist verknallt in diese brillenschlange Strittmatter wundertäter 1,137. 2000 die hyperreiche brillenschlange Bill Gates ist am sonnabend gast von Thomas Gottschalk in ‘wetten dass ...?’ berl. ztg. (8.1.)1a.

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Zitationshilfe
„brillenschlange“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/brillenschlange>.

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