Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

brosche, f

Fundstelle: Band 5, Spalte 844, Zeile 34 [Hartmann]
BROSCHE f.   lehnwort aus frz. broche f. ; zunächst vereinzelt ins mhd. als bratsche entlehnt, im 17. jh. isoliert in einem reimverzeichnis. seit dem 19. jh. häufiger bezeugt. schmucknadel zum zusammenhalten von kleidung oder zum anstecken an ein oberteil: ⟨u1300⟩ di selben meide viere/ druͦgen glich geziere,/ glich geveze unde ein gewant,/ borten unde harbant,/ bratschen unde furspan hl. Elisabeth 905 LV. 1649 Zesen Helikon 2, L 3a. 1841 vier sachen möchte ich mir wünschen, die sind: eine feine goldene repetieruhr, eine echt brillantene broche Mörike br. 2,27 F./K. ⟨1884⟩ die schwere braune pelzjacke war am halse mit einer großen brosche geschlossen, einer muschelkamee, die den raub des Ganymed vorstellte Heyse [1924] I 4,300. ⟨1935⟩ sie sah auch die schöne goldene brosche mit drei funkelnden steinen und dem kleinen kranz von splittern, der sie umrahmte Hermann Rosenemil 335 K. ⟨1963⟩ der ausschnitt (des kleides) wurde durch eine altertümliche goldene brosche zusammengehalten, die in getriebener arbeit einen frauenkopf zeigte Herrmann jahre (1966)1,343. 2004 mit der verleihung der brosche ist sie (Hellwig‐Schmid) zugleich die deutsche kandidatin für den auf europäischer ebene verliehenen prix femmes d’Europe – eine auszeichnung, die bislang nur wenige herausragende frauen .. bekommen haben süddt. ztg. (5.2.)31a.

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Zitationshilfe
„brosche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/brosche>.

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