Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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brunnader, f

Fundstelle: Band 5, Spalte 893, Zeile 43 [Gante]
BRUNNADER f.   ahd. brunnâdra, mhd. brunnâder. zuss. mit brunnen m. vgl. nnl. bronader. jünger teils noch in obd. mdaa. (vgl. Fischer schwäb. wb. 1,1470 und schweiz. id. 1,87). eine wasserstelle speisende wasserader, aus der erde sprudelndes wasser, quellbach; oft auch bildlich ‘ursprung’: ⟨v1022⟩ aha unde brunâdara machota er ze bluote daz sie netrunchîn Notker 2,318, 16 P. ⟨u1160⟩ tohter Davidis,/ wech des ewigen libis,/ .. lebendigiu brunnader,/ uz der diu runse floz aller ganden litanei 9,5 M. ⟨u1225⟩ von ir (jungfrau Maria) reinem lîbe vlôz/ ein brunnenâder alsô grôz,/ der al diu welt wol genôz Konrad v. Heimesfurt himmelfahrt 1122 P. 1528 wie der prunn .., also seinn die prunnaeder daraus fliessend Berthold v. Chiemsee theol. 324 R. 1584 desgleichen was grosse spesa .. mit verschickhung pottschafften .. unnd ob solches gleich nit der grössten ausgaben machen, doch solche vil brunnadern, item sie zusammen fliessen, zuletst ein grossen fluss in: Frauenholz heerwesen (1935)3,2,40. ⟨1677⟩ auch ließ der landdrost .. wissen, daß er mangel an wasser hätte, weiln die brunn‐adern im schäntzlein zugefallen oder verstopfft wären Formosa, in: Olearius reisebeschr. (1696)65a. 1714 will man von mir genaue rechnung haben aller jener, die allda von der ersten reich=quellenden brunn= ader freyer künsten und wissenschafften getruncken, wie wurde ich doch zu orth und end kommen? in: Abraham a s. Clara kramer‐laden (1710)2,70. 1842 nicht kärglich ertragen solche studien dem, der verstehen lernt den brunnadern unserer alten sprache emsig nachzugehn J. Grimm kl. schr. 5(1871)331.

brunnen‐., brunnaderbrunnenader, f, brunnenarzt, m, brunnengast, m, brunnhausbrunnenhaus, n, brunnenkasten, m, brunnkressebrunnenkresse, f, brunnenkur, f, brunnenmeister, m, brunnquellebrunnenquelle, f, brunnenschacht, m, brunnstubebrunnenstube, f, brunnentief, adj., brunnentrog, m, brunnwasserbrunnenwasser, n

Fundstelle: Band 5, Spalte 897, Zeile 26 [Gante]
BRUNNEN‐. ca. 280 zuss. mit brunnen m., überwiegend zu 1. teils in der form brunn‐ (‐ader, ‐haus, ‐kresse, ‐quelle, ‐stube, ‐wasser). daneben teils auch entsprechende zuss. mit born m. (vgl. bornkresse f., bornmeister m. ): ‐ader f. (s. d.). ‐arzt m. kurarzt bei einer heilquelle: 1792 Jean Paul I 2,369 ak. 1860 Sanders wb. (1876)1,49c. ‐gast m. kurgast einer heilquelle: 1612 Mechtel limb. chr. 186 K. 1999 frankf. rundschau (10.8.), IdS‐arch. ‐haus n. (der wasserversorgung dienendes) bauwerk über einer wasserstelle; vgl. brunnenstube f. : z.j.1382 qu. Wien (1895) III 1,241. 2005 mannh. morgen (27.10.), IdS‐arch. ‐kasten m. (gemauerte) einfassung einer wasserstelle: ⟨1464/70⟩ Tucher baumeisterb. 169 LV. 1999 thür. wb. 1,1034. ‐kresse f. (s. d.). ‐kur f. (trink‐)kur an einer heilquelle: 1639 ertzschrein 160 K. 1998 frankf. rundschau (19.9.), IdS‐arch. ‐meister m. aufseher über öffentliche brunnen, wasserförderanlagen: z.j.1295 corp. altdt. originalurk. 5,487 W. 2010 st. galler tagbl. (2.10.), IdS‐arch. ‐quelle f. (s. d.). ‐schacht m.: 1839 Schubert morgenland (1838)2,479. 2000 reichenbacher kal. 32. ‐stube f. (s. d.). ‐tief adj. : ⟨1836⟩ Grillparzer 52,176 S. 2007 braunschw. ztg. (23.4.), IdS‐arch. ‐trog m.: n1486 pilgerreisen 159 R./M. 1998 M. Walser brunnen 316. ‐wasser n.: ⟨1349/50⟩ Konrad v. Megenberg b. d. natur 335 P. 2004 nat. geographic Dtld. 7,19.

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Zitationshilfe
„brunnader“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/brunnader>.

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