Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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brut‐., brutanstalt, f, brutei, n, brutgebiet, n, brutgeschäft, n, brutheiß, adj., bruthenne, f, bruthitze, f, brutkastenbrütkasten, m, brutknospe, f, brutofenbrütofen, m, brutpflege, f, brutplatz, m, brutreaktor, m, brutsaison, f, brutstätte, f, brutvogel, m, brutwärme, f, brutzeit, f, brutzwiebel, f

Fundstelle: Band 5, Spalte 918, Zeile 69 [Stöwer]
BRUT‐.  ca. 130 zuss. mit brut f., überwiegend zu 1. meist ohne fugenelement. insbesondere bei umlauthaltigem erstelement brüt‐, brüte‐ auch anschlußbildung mit brüten vb. möglich: ‐anstalt f. einrichtung, in der befruchtete eier zur entwicklung gebracht werden: 1800 oekon. hefte 15,294. 1987 spiegel 50,223a. ‐ei n.: ⟨1349/50⟩ Konrad v. Megenberg b. d. natur 194 P. 2005 n. zürch. ztg. (11.10.)34a. ‐gebiet n.: 1870 Finsch/H. vögel 716. 2005 berl. ztg. (19./20.3.)23e. ‐geschäft n.: 1791 Blumenbach naturgesch. 4177. 1997 berl. ztg. (12.2.)VIa. ‐heiß adj. (zu 1, 2). vgl. brütendheiß adj. : 1889 Liliencron s. w. (1904)5,171. 2006 zeit 3,33b. ‐henne f. (s. d.). ‐hitze f. (zu 1, 2): 1796 Jean Paul III 2, 171 ak. 2012 frankf. allg. ztg. (9.10.)17c. ‐kasten m. (s. d.). ‐knospe f. (zu 6): 1839 Bischoff wb. botanik 159. 2003 Jäger/N. botanik 150. ‐ofen m. (s. d.). ‐pflege f. (zu 4): 1873 Ratzel wandertage 1,175. 2015 gött. tagebl. 82,22. ‐platz m.: 1829 Pfeil waldbäume 137. 2005 n. zürch. ztg. (8.9.)43a. ‐reaktor m. kernreaktor, der neben der energieerzeugung auch zur erzeugung weiteren spaltbaren materials dient: 1954 frankf. allg. ztg. (10.6.)8c. 2011 spiegel 21,117b. ‐saison f.: 1869 Brehm thierleben (1864)6,956. 2005 berl. ztg. (7.3.)17b. ‐stätte f. (s. d.). ‐vogel m.: 1709 Grienmelt annus 198. 2005 n. zürch. ztg. (5./ 6.2.)45c. ‐wärme f.: ⟨1682⟩ Hohberg georgica (1687)2,488b. 1975 frankf. allg. ztg. (10.12.)25d. ‐zeit f.: 1572 Kling sechs. landrecht 247a. 2015 gött. tagebl. 82,22. ‐zwiebel f. (zu 6): 1712 Marperger natur‐lex. 1291. 1973 Troll botanik 82.

brutofen, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 924, Zeile 14 [Stöwer]
BRUTOFEN m.   zuss. mit brut f. 1 ofen zum ausbrüten von eiern; jünger auch der künstlichen befruchtung beim menschen dienend: 1510 auf kais. mt. begeren, mir (Peutinger) zukomen, irem leibharnaschmeister Hansen Schwerer zu aufrichtung des pruetofens (für die kaiserliche falknerei) bin ich willig Peutinger brw. 126 K. ⟨1579⟩ von dem anderen tag weinmonats, mag keyn hun mehr junge außprütlen, es were dann inn warmen ofen (randnotiz: prutoͤfen) Sebiz feldbau (1580)105. 1686 dergleichen brut=ofen besagter ritter Heidon ohn zweifel den Aegyptiern abgesehen, welche, durch solches mittel, alle ihre eyer, in unzehlicher menge, beleben Francisci verändrung 249. 1716 wir sehen, daß .. die küchlein ohne eintziges zuthun der hennen, in denen mäßig= behitzten brüt=oefen ausgebrühtet werden Marperger küch‐ u. keller‐dict. 731a. 1792 große (=erwachsene) .. brüten ihre nachkommen mit der theilnahme aus, womit es ein brütofen in Aegypten thut Jean Paul I 2,300 ak. 1827 die brutöfen müssen ungefähr 9 fuß höhe haben engl. goldgrube 3/4,101. 1868 neuere beobachtungen lehren, dass junge, im brütofen ausgebrütete hühnchen .., wo sie .. eine henne glucken hörten, dieser geraden weges zuliefen Helmholtz vortr. u. reden (1903)1,362. 1923 hier werden sie (die eier) glucken oder dem brutofen anvertraut Kieszling rebhuhn 107. 1978 das ei der mutter sei befruchtet worden, nachdem es dreieinhalb tage lang in einem brutofen gelegen habe frankf. allg. ztg. (7.10.)8f. raum, gelände, in dem starke wärme, gluthitze herrscht: ⟨1888⟩ und zieh auch die jalousien zu rechter zeit wieder auf, daß ich nicht wieder einen brutofen vorfinde Fontane (1919) I 3,150 jub. 1988 selbst der schiedsrichter zeigte an diesem nachmittag im brutofen des stadions .. einen hang zur flasche frankf. allg. ztg. (25.7.)35d. 2004 im sommer laden die geröllpfade am Jebel Toubkal auch besser gestellte Marokkaner zum wandern ein, die sonnige brutöfen gewohnt sind n. zürch. ztg. (8.4.)59a. 2 keimzelle. übertragen: ⟨1834⟩ das schicksal führte den knaben .. aus der reformirten in die lutherische kirche des allgemeinen brütofens, aus welchem die .. magister für ganz Sachsen kriechen, nämlich der landesschule Pforta Gaudy 10,13 M. 1861 die vielen halbwüchsigen, zwitterhaften städte .. sind allmählig wahre brutöfen des philisterthums geworden Riehl bürgerl. ges. 280. 1991 sogar die intelligenz‐presse, die das unterhaltungswesen traditionell als brutofen der niederen instinkte geißelt, konzediert .. seiner (Hape Kerkelings) ‘begnadeten doofheit’ einen erheblichen vergnügungswert spiegel 18,276b.

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Zitationshilfe
„brutofen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/brutofen>.

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