Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

bulette, f

Fundstelle: Band 5, Spalte 977, Zeile 65 [Gante]
BULETTE f.   lehnwort aus frz. boulette f., einer abl. von frz. boule f. ‘kugel, (siegel)kapsel’. auch in franzöischer schreibweise. überwiegend im nordöstlichen sprachgebiet. s. auch frikadelle f. ; isolierter frühbeleg in der bedeutung ‘kleines medaillon’: 1530 das sind die phariseisch kleidung, ornamenten, fimbriae, ring und andere solch spengelwerk, bulletten, baretlin, narrenkappen Paracelsus I 8,160 S. 1 gebratener (flacher) hackfleischkloß: 1823 diese sauce paßt zu carbonade, bouletten und anderen gebratenen fleischarten Scheibler kochb. 538. 1938 die hier kriegen feines futter. heut sind bouletten Brecht ges. w. (1967)3, 1178. 1970 ‘willst du gurke?’ ‘nein. ’ ‘oder bulette?’ Otto Josef 126. 2003 auf dem häuslichen speiseplan stehen gern rustikale sachen, buletten oder sülze tagesspiegel (8.9.)13f. 2 in der verbindung ran an die buletten u. dgl. umgangssprachliche aufforderung, mit etwas zu beginnen: ⟨1922⟩ er schickt. nicht ohne dauernd zu mahnen, nun aber endlich einmal an die bouletten zu gehen Tucholsky 1,1071 G.-T./R. 1997 liebe ich knochenarbeit. also, ran an die buletten! Rhein-ztg. (18.11.), IdS-arch.

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Zitationshilfe
„bulette“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/bulette>.

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