Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

busserl, n

Fundstelle: Band 5, Spalte 1061, Zeile 18 [Gante]
BUSSERL n.   abl. von wohl lautmalendem buß m. ‘kuß’. zunächst bair.‐öst. (harmloser) kuß, küßchen. umgangssprachlich: 1686 habt ihr dann vergessen so viler tausend busserl, so ihr von denen mütterlichen lefftzen habt eingenommen? Abraham a s. Clara Judas 1,175. 1770 der Wolfg. .. dankt für den geschickten kuß, der ihm viel angenehmer ist, als viele junge busserl L. Mozart 1,21 Sch. 1838 ich lauf’ ihr nach, für das muß sie mir ein busserl geben Nestroy 6,596 B./R. ⟨1896⟩ du schaust ja aus wie eine büßende Magdalene, und alles von wegen den paar dummen busserln, für die du nicht einmal etwas gekonnt hast Heyse [1924] III 3,620. ⟨1922⟩ was, a busserl wolln s’ haben? sie, ein einfacher soldat? Kraus w. [1952]5,293 F. 1986 er (Franz Beckenbauer) bekommt nicht nur ebenfalls sein busserl, sondern auch noch eine lektion im stellungsspiel: umsichtig dirigiert der regierungs- den teamchef .. in die kamera spiegel 28,124b. 2008 seit diesem demonstrativen busserl mit der Bettina in der wahlnacht können sich die bunten blätter mit nachrichten vom kindersegen im hause Wulff gar nicht mehr einkriegen! hann. allg. ztg. (2.2.), IdS-arch.

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Zitationshilfe
„busserl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/busserl>, abgerufen am 16.01.2022.

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