Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

cerealie, f

Fundstelle: Band 5, Spalte 1087, Zeile 55 [Particke]
CEREALIE f.   lehnwort aus lat. cerealia subst. pl. ‘feierlichkeiten zu ehren der ackerbaugöttin Ceres’. jünger unter einfluß von engl. cereals subst. pl. ‘getreideflocken (als frühstücksgericht)’, s. Carstensen/B. anglizismen‐wb. 3,1742. fast ausschließlich im plur. getreide, getreidesorte; zum frühstück servierte getreideflocken: 1790 bei den cerealien, den gräsern, rohren, ist es (das wachsen eines knotens) in die augen fallend Goethe II 6,37 W. 1810 ein solcher an nahrungsstoff so reicher boden ist dennoch beim ackerbau sehr mißlich, und insbesondere für die cerealien wenig geeignet Thaer grundsätze (1809)2,116. 1874 das vorkommen essbarer wurzeln, die nicht wie die cerealien einer mühsamen aufbewahrung bedürfen, (verzögerte) den fortschritt der australischen menschen zum ackerbau Peschel völkerkde. 356. 1911 ferner soll die deckung erfolgen durch einführung einer naturalsteuer .. auf cerealien und andere feldfrüchte, deren einhebung durch die pächter erfolgen soll voss. ztg. (2.3.), DWDS-arch. 1995 mit bunten kartons und comicfiguren gehen hersteller von frühstücksgetreide (auch cerealien genannt) auf kinderfang n. kronen-ztg. (4.3.), IdS-arch. 2006 falls er (der wirt) angelsächsisches publikum zu bewirten hat, holt er sogar die von ihm wenig geschätzten cerealien aus dem schrank zeit (18.5.), DWDS-arch.

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Zitationshilfe
„cerealie“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/cerealie>, abgerufen am 16.10.2021.

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