Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

chapeau, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 1097, Zeile 63 [Mederake]
CHAPEAU m.   lehnwort aus frz. chapeau m. hut, hutträger; auch für ‘kavalier, herr’ und ‘amt, funktion’: 1773 die königin saß an einer langen seite (der tafel), .. gegen ihr über eine dame zwischen zween chapeaux, und an jeder schmalen seite noch zwo damen Lichtenberg br. 1,140 L./Sch. 1805 denn der doktor hut, ein wahrer chapeau wie wenige Jean Paul I 10,337 ak. 1872 herr von Zeisel trat herein im frack und weißer binde und weste, den chapeau unter dem arm Spielhagen voran 1,279. 1907 Meyers konv.-lex. 63,878b. 1975 Kissingers position soll sich wandeln, er habe eingewilligt, seinen ‘zweiten hut’, den des vorsitzenden des nationalen sicherheitsrates, abzugeben und sich mit dem chapeau des außenministers zu bescheiden zeit (7.11.), DWDS-arch. jünger häufig als ausruf der anerkennung ‘hut ab!’, ‘respekt!’: 1967 er wird, wie jener Madagasse, der erfährt, daß Lotte Gernböck die Bongalava-berge durchquert hat, seinen respekt nicht verweigern. ‘chapeau!’ sagte der mann frankf. allg. ztg., beil. (8.4.)5. 1998 chapeau, wer make-up und outfit innert sechzig minuten vor konzert- oder partybeginn, vor einem grossen fest oder vor der vernissage meistert n. zürch. ztg. (19./20.12.)69c. 2003 dieser spatz, auf den wir so viele jahre geschossen haben, hat sich mit allen kräften gewehrt, chapeau! berl. ztg., mag. (27./28.9.)5b.

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Zitationshilfe
„chapeau“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/chapeau>, abgerufen am 28.10.2021.

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