Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

charme, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 1107, Zeile 61 [Blanck]
CHARME m.   lehnwort aus frz. charme m. selten scharm. zunächst auch fem. und im plur. gewinnendes wesen, liebenswürdigkeit.jünger in der verbindung charme haben u. ä. ‘reizvoll sein, ausstrahlung haben’. älter auch ‘liebreizende geste’: 1647 sein überschikkeres amoureuses gedicht .. habe ich .. meiner hochgebietenden maitressen communiciret, die selbiges mit einer sonderbaren charme acceptiret Hille palmenbaum 133. 1715 liebäugeln, heisset, wenn das frauenzimmer einer manns=person, so sie zu ihren amanten erkieset, allerhand verliebte blickgen und charmes mercken läst Amaranthes frauenzimmer-lex. 1159. ⟨1855⟩ es ist .. eine natürliche grazie in den bewegungen des fremden, ein gewisser charme, der ganz bezaubernd ist Freytag (1886)4,177. 1946 aber sie hatte eben einen solchen scharm gehabt Renn adel (1950)70. 1983 Jochen .. verwandte viel charme an die schwiegermutter, hatte sie auch wirklich gerne Behrens fee 196. 2004 jeder hat von zu hause die sachen mitgebracht, an denen er hängt. das verleiht der einrichtung einen unberechenbaren charme zeit (4.11.)37d.

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Zitationshilfe
„charme“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/charme>, abgerufen am 17.10.2021.

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