Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

chenille, f

Fundstelle: Band 5, Spalte 1115, Zeile 52 [Particke]
CHENILLE f.   lehnwort aus frz. chenille f. garn mit einer samtartigen oberfläche (mit raupenähnlichem aussehen). auch ‘umhang, mantelartiges kleidungsstück’: 1715 chenellen .. sind sammtne schnürgen von allerhand couleuren, so gantz zarte von sammet abgeschnitten und auf säyten oder auf subtilen drat gewunden werden Amaranthes frauenzimmer-lex. 344. 1772 ein mensch in seiner chenille sahe nicht anders aus als ein blau angestrichenes tabacksfaß, worauf ein gipskopf gesetzt war Guden handlung 141. 1806 ihm (sollen) der braune überrock und die chenille nicht vorenthalten werden Goethe IV 19,171 W. 1884 in der form gemusterte chenille .. (dient) wenig oder ungedreht zur erzeugung von fantasie- und plüsch- oder sammtgeweben polytechn. journal 252,17. 1912 das (kleidungsstück) verhüllt das gesicht gar schämig mit dichten spitzenschleiern, spinnwebartigen netzen, .. die wie ein leibhaftiges fischernetz aussehen, aus feiner chenille gebildet berl. tagebl., morgenausg. (3.3.)17. 2012 aufwendiger sei das webverfahren für chenille. von weitem sieht die oberfläche aus wie gestickt .., chenille ist zudem sehr saugfähig frankf. allg. ztg. (27.9.)46a.

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Zitationshilfe
„chenille“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/chenille>, abgerufen am 20.10.2021.

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