Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

chignon, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 1119, Zeile 37 [Particke]
CHIGNON m.   lehnwort aus frz. chignon m. ; s. auch Meyers konv.‐lex. 64,21a. (aus fremdhaar hergestellter) nackenknoten, dutt: 1769 (der hohe gast ist) ein cavalier, .. der seit kurzem bey allen männern andere schuhschnallen, und bey allen weibern andere chignons einführte Ayrenhoff (1803)3,9. 1827 die mägde trugen chignons, durchstochen mit einem oder mehreren goldnen pfeilen Heine 3,137 E. 1874 wenn man sie (mädchen) in ihrem koketten aufzug mit chignon und hütchen vorbeischwänzeln sieht, möchte man zuweilen des teufels werden vor vergnügen Heyse [1924] I 2,244. ⟨1911⟩ mademoiselle und eine englische miß rissen sich, weil jede behauptete, daß ich sie mehr liebte, in der wut gegenseitig die chignons vom kopf G. Hauptmann ausgew. dr. 3,240 M. 1976 sie (die haushälterin) war eine ganz reizende alte frau mit altmodischer, geknoteter frisur, einem sogenannten chignon spiegel 28,111a. 2008 ob er (der pferdeschwanz) schlicht und einfach gewählt wird oder ob die haare in zöpfen, knoten oder chignon zusammengebunden werden, bleibt dem anlass und auch dem hinterkopf überlassen mannh. morgen (26.9.), IdS-arch.

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Zitationshilfe
„chignon“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/chignon>, abgerufen am 05.12.2020.

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