Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

chloroform, n

Fundstelle: Band 5, Spalte 1126, Zeile 48 [Meyer-Hinrichs]
CHLOROFORM n.   lehnwort aus frz. chloroforme m., einer wissenschaftssprachlichen neubildung des französischen chemikers J.‐B. Dumas nach den ausgangsprodukten der chemischen verbindung ‘chlorkalk’ und ‘ameisensäure’ (lat. acidum formicum. farblose, süßlich riechende flüssige chlorverbindung, die im 19. und anfang des 20. jhs. als narkosemittel, heutzutage als lösungsmittel verwendet wird: 1834 destillirt man holzgeist mit chlorkalk, so erhält man chloroform journal f. prakt. chemie 3,163. 1899 man kann höhere thiere durch alkohol, chloroform, aether .. ebenso betäuben .. wie den menschen Haeckel welträthsel 202. 1933 das ganze haus riecht nach äther und chloroform Schröer bauernenkel 374. 1967 Henschel betäubte die mutter des (entführten) kindes mit dem chloroform .., und fesselte sie zeit (28.4.), DWDS-arch. 2000 auf diesem bahnsteig war sicher jeder zweite oder dritte ein stasimann. .. was würde er tun, wenn sie ihn .. abfingen und in ein auto setzten, mit einem bausch chloroform unter der nase? Hilbig provisorium 2227.

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Zitationshilfe
„chloroform“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/chloroform>, abgerufen am 05.12.2020.

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