Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

chromosom, n

Fundstelle: Band 5, Spalte 1145, Zeile 34 [Particke]
CHROMOSOM n.   auf den anatom H. W. Waldeyer zurückgehende wortbildung aus gr. χρ̑ωμα n. ‘farbe’ (s. auch chrom n. ) und gr. σ̑ωμα n. ‘körper’. die bezeichnung ist durch das sichtbarmachen von chromosomen mittels färbung motiviert (vgl. dazu taschenlehrb. humangenetik 8139); fast ausschließlich im plur. das erbgut eines lebewesens tragender zellkernfaden: 1888 in erster linie möchte ich mir jedoch den vorschlag erlauben, diejenigen dinge, welche soeben mit Boveri als ‘chromatische elemente’ bezeichnet wurden, an denen sich einer der wichtigsten akte der karyokinese .. vollzieht, mit einem besonderen terminus technicus ‘chromosomen’ zu belegen Waldeyer karyokinese 27. 1936 im kerne der keimzelle findet sich ein stoff, der sich in einzelne fäden trennen läßt, die wegen ihrer leichten färbbarkeit chromosomen genannt werden Kaufmann helfen 40. 1965 dem menschen ist es gegeben, durch wissenschaft und technik die wunder des mikrokosmos zu erkennen, zellen und zellkerne, chromosomen und gene zu sehen Geissler kulturhygiene 164. 2004 jedes mal, wenn die chromosomen vor einer zellteilung verdoppelt werden, werden sie ein bisschen kürzer n. zürch. ztg. (13.5.)46a.

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Zitationshilfe
„chromosom“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/chromosom>, abgerufen am 05.12.2020.

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