Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

coiffieren, vb.

Fundstelle: Band 5, Spalte 1157, Zeile 32 [Mederake]
COIFFIEREN vb.   lehnwort aus frz. coiffer vb. ; überwiegend im part. prät. (sich) frisieren, kämmen, jmdm. die haare zu einer frisur formen: 1658 daß frawenzimmer .. ist nicht sehr schön, seindt gekleidt und coiffirt wie die puppen, so man uff der franckfurter meß kauffet Karl L. v. d. Pfalz schreiben 79 LV. 1715 sie (spiegel) seynd .. klein, so man insgemein auffsetzespiegel nennet, und vor welchen sich das frauenzimmer aufzusetzen und zu coeffiren pfleget Amaranthes frauenzimmer-lex. 4,1879. 1787 sie war schlecht angezogen, und noch schlechter coeffiert Wieland I 18,249 ak. 1843 coiffieren .. den kopf putzen; gut frisiren Kaltschmidt fremdwb. 150b. ⟨1866⟩ die damen in prachtvoller toilette, aber alle weit besser angezogen und coiffirt, als die modejournale fürchten ließen in: Poschinger bundesrat 1,13. 1976 Ibrahim Mohammed Ghareeb, kairoer starfriseur .. (ist) seit 15 jahren für die haartracht der ersten dame immer zugegen. zwei‐ bis dreimal am tage darf er sie coiffieren frankf. allg. ztg. (2.4.) 42a. 2005 Lagerfeld stand in einem gewitter aus küsschen und blitzen und nahm die huldigungen entgegen wie ein alternder monarch aus dem 17. jahrhundert, auf dem kopf die langen weißen haare coiffiert wie eine perücke spiegel 29,58c.

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Zitationshilfe
„coiffieren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/coiffieren>, abgerufen am 20.10.2021.

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