Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

coup, m

Fundstelle: Band 5, Spalte 1164, Zeile 1 [Luther]
COUP m.   lehnwort aus frz. coup m. ; zu damit in verbindung stehenden syntagmen wie coup d’etát vgl. Schulz/B. fremdwb. 23,819–23. kühnes, geschickt angelegtes (oft überraschend ausgeführtes) unternehmen, das auf vorteil, gewinn des ausführenden zielt; oft in verbindungen wie ein großer coup, einen coup machen, landen, ein coup gelingt (jmdm. ) u. ä.; vor allem jünger auch negativ konnotiert, z. b. von kriminellen handlungen: 1632 haltend dafür, des Tilly exempel wird ihn (Wallenstein) abschrecken, daß er nicht alles auf ein coup hazardieren (‘wagen’) soll verh. Schwedens 1,260 I. 1728 einige fluchen und schweren, .. andere schreyen bey einem unglücklichen coup (beim spiel), den sie thun, über laut Rohr ceremoniel-wiss. 415. ⟨1795⟩ gleich beim eintritte bemerkt’ ich, daß er heut einen großen coup machen wollte Tieck (1828)6,90. 1843 der? der schaut nicht raffiniert genug aus, um solche coups auszuführen Nestroy 12,48 B./R. ⟨1890⟩ sie .. vertraute .. dem stubenmädchen, daß sie heute ‘einen coup’ ausgeführt, einen ausgezeichneten ‘coup’ Ebner-E. 6(1905)260. 1932 es war .. eine ausgezeichnet wohlgelungene sache, es war mit einem wort ein coup Broch schlafwandler (1931)3,369. 1987 und Brandts blässe? sicher vor aufregung, ob sein coup gelänge! Ritter in: einstieg 140 G. 2001 seinen größten coup landete er (hochstapler) 1995 berl. ztg. (4.9.)8c.

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Zitationshilfe
„coup“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/coup>, abgerufen am 05.12.2020.

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