Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dürkel, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1805, Zeile 10
DÜRKEL adj.   ahd. durhil, mhd. dürkel, dürchel. ahd. -il- abl. von durch präp., adv., vgl. ae. þȳrel adj. –nachträglich in den silbenanlaut getretenes ch erscheint seit ende des 12. jhs. überwiegend als k. – das vom 10. bis 16. jh. in größtenteils bair. texten bezeugte wort hat sich in den südbair. mdaa. bis heute erhalten. durchbohrt, durchlöchert zerfetzt: 10.jh. (sacculum) pertusum .. durihilen ahd. gl. 2,192,31 S./S. ⟨u1200⟩ von den tiuschen gesten wart dürkel manic schildes rant nibelungenlied 131354,4 B./ B. 1561 wonet in einem hauß .. gantz .. durckel und zerkloben, / das man im allenthalb nein-sach Sachs 14,150 LV. im bilde: ⟨1201/3?⟩ denk an den milten Sala- tîn: / der jach daz küneges hende dürkel solten sîn Walther 1119,24 K. – in der mhd. dichtung gern bildlich von etwas unzulänglichem, trügerischem oder zunichte gewordenem: ⟨u1200/10⟩ frou Minne, .. frou Liebe iu gît geselleschaft: / anders wær vil dürkel iwer kraft Wolfram Parzival 6291,18 L. ⟨1.h14.jh.⟩ sein froͤd was durchel und nit gantz Friedrich v. Schwaben 1512 DTM.

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dürftiger
Zitationshilfe
„dürkel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/d%C3%BCrkel>, abgerufen am 30.11.2020.

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