Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dürpel, m.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1805, Zeile 29
DÜRPEL m.   (1) ahd. durpil, mhd. dorpel. mnd. dörpel; anfrk. *durpil (in duropelle (lex salica) MGH leges 1,4,2,170), mnl., nnl. dorpel. mit gleichbedeutenden mnl., nnl., afrs. drempel m., drumpel m., dreppel m. sowie 1trempel m. 1DWBstützpfahl; schwelle; dachraum’ wohl als labialerweiterung mit germ. p zur idg. wz. *dher-, dherǝ ‘(fest)halten, stützen’. (2) als wort der ndfrk., mfrk., nd. mdaa. häufig mit gesenktem vokal und in der regel unverschobenem p. nur lexikalisch vereinzelt pf- formen: 1616 durpffel Henisch t. spr. 1,776. (3) gleich südostdt. drischaufel n. ist auch nordwestdt. dürpel nicht zu schriftsprachlicher bedeutung als konkurrenzbildung von schwelle f. gelangt. mdal. lebt es im rhein., siebenb. und westf. fort. brand. dörpel ‘tennenbrett’ ist lehnwort aus dem nl. türschwelle, vornehmlich der eingangstür: 11.jh. limes. liminis turpi l ahd. gl. 4,237,30 S./S. ⟨14.jh.⟩ Gerffin eme (jmdm., der in einen saal eindringen will) eyn vesper sanck / mit syme swerde .. / dat hei vp dem dorpel lach / .. doit Karlmeinet A 24,24 LV. 1744 mehr wolle er (ein ehemann) ihr (seiner frau) den kopf auf dem dirpel .. abhauen siebenb.-sächs. wb. 2,50a. 1951 du gi’ehs merr nit üöwern dörpel! Halbach berg. wortschatz 123.

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dürftiger
Zitationshilfe
„dürpel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/d%C3%BCrpel>, abgerufen am 30.11.2020.

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