Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

düsternheit, f.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1824, Zeile 33
DÜSTERNHEIT f.   abl. von düstern adj. konkurrenzwörter sind dunkelheit f., finsternis f., düsterheit f., düsterkeit f., düsternis f. um 1800 veraltend. 1 im bereich optischer sinneswahrnehmung. a dunkelheit: ⟨v1683⟩ gleich als wenn in derselben düsternheit die götter unser geweiheten kertzen und ampeln bedörften Lohenstein Arminius (1689)2,291b. 1829 ort Kürnbach, von bergen eingeschlossen in ziemlicher niederung und düsternheit Kerner seherin 1,32. b trübsein: 1791 als daß sie (flächen) wegen stärke und düsternheit des (prismen-)glases ein wenig dunkel erscheinen Goethe II 5,1,27 W. 2 übertragen. a verschwommenheit, unklarheit: 1755 daß Christus sich einer claßicalischen düsternheit, einer rabbinischen und kabbalistischen sprachart bedienet habe Rhode Herrnhut 87. 1827 in absicht auf localität (im nibelungenlied) große düsternheit Goethe I 42,2,473 W. b benommenheit: ⟨1784⟩ der puls war äußerst hurtig und schwächer: die düsternheit größer als in vergangnen tagen Stoll, heilungsmethode (1787)2,1,14. c gedrücktheit: 1751 der mathematsche theolog, / .. saß zwischen zweymal zweyen wänden, / mit archimedscher düsternheit Lessing 1,38 L./M. 1798 den mystischen ernst, die düsternheit ausgenommen, welche im ganzen herrschen H. Meyer kl. schr. 29 DLD.

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dürftiger
Zitationshilfe
„düsternheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/d%C3%BCsternheit>, abgerufen am 30.11.2020.

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