Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

1dachtel, f.

Fundstelle: Band 6, Spalte 43, Zeile 42
1DACHTEL f.-   el-abl. auf der grundlage von mhd. dâht das denken (aus sachlichen und semasiologischen gründen nicht mit dattel und dessen älterer zwischenform dachtel identisch). seit dem frühen 17. jh. bezeugt, später mdal. über nahezu das ganze sprachgebiet verbreitet, im übrigen nur umgangssprachlich einigermaßen gebräuchlich ohrfeige, schlag an den kopf, ursprünglich im sinne eines denkzettels: 1613 die wachtel, die wachtel/ gab im (dem bräutigam bei der vogelhochzeit) gar bald ein dachtel volkslieder 31,42 U. 1679 gibt dem andern eine dachtel, das ihm die perucke vom kopff abfehrt Elisabeth Ch. v. Orléans br. 1,6 LV. 1884 die feine madame aber wischte klein Hannis eine tachtel aus Stinde familie Buchholz 21,87. 1927 diese dachtel (eine ohrfeige Jahns) hat ebenso aufrüttelnd gewirkt wie Fichtes reden zfmdaf. 13,26. s. Küpper umgangsspr. 31,124b.

2dachtel, f.

Fundstelle: Band 6, Spalte 43, Zeile 59
2DACHTEL f.   s. dattel.

dachteln, vb.

Fundstelle: Band 6, Spalte 43, Zeile 59
DACHTELN vb.   abl. zu 1dachtel, nur in jüngerer umgangssprache, obd. auch mdal. ohrfeigen: ⟨1889⟩ ich .. tachtle ihm eine maulschelle hin Raabe 17,169 H. 1956 er .. versuchte manchmal, ihr eine zu tachteln Bellow, abenteuer 671.

Im ²DWB stöbern

a b c d e f
damal
Zitationshilfe
„dachteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dachteln>, abgerufen am 21.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)