Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dadern, vb.

Fundstelle: Band 6, Spalte 47, Zeile 53
DADERN vb.   lautmalende bildung. seit dem 15. jh. und bis heute noch in mdal. gefärbtem literarischem gebrauch auch, aber seltener, mit t-anlaut. neben dadern früh dattern mit geminierter fortis aus einfacher lenis, wie fladern neben flattern, schnadern neben schnattern. landschaftlich auch dädern, dodern und dudern. heutiges umgangssprachliches tattern (regional auch dattern)zittern’ mit den abl. tatterich und tatterig hat sich (nicht in den mdaa.) dadern gegenüber verselbständigt. 1 vom schreien der gans: 1540 den selbigen vogel sollen wir loben der do schnattert vnd dattert im haberstro Forster liedlein 85 HND. A17.jh. die gens mit irem dadern volkslieder 32,6 U. ⟨1964⟩ dattern von gänsen A. Schmidt kühe (1966)87. 2 auf menschen übertragen, hastig, undeutlich reden; schwatzen: ⟨A15.jh.⟩hs.15.jh. halbi wort si (die pfaffen) oft tattern,/ als die störch die do snattern meister Reuausz 535 Sch. 16.jh. erhuob sich .. under denn baurn .. ein dadern, als wer es ein hauff genss Fischer schwäb. wb. 2,98. 1839 seine frau däderete so viel mit ihnen als möglich (dafür 1861 schwatzte) schweiz. id. 12,431. mdal. auch in der bedeutung stottern, s. Bahder wortwahl 49.

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Zitationshilfe
„dadern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dadern>, abgerufen am 19.10.2021.

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