Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

daheimet, adv.

Fundstelle: Band 6, Spalte 74, Zeile 52
DAHEIMET adv.   nbf. daheimant, -ent. zuss. mit heimat f., das in analogie zu heim und daheim adverbial verstanden sein dürfte, s. schweiz. id. 2,1284. 1 als freie adverbiale bestimmung ein geschehen oder dinge im eigenen lebensbereich lokalisierend: ⟨1462⟩ Euriolus .. zwyfelt nit, dann daz jm desglychen dahaimant in sinem abwesen von sinen knechten ouch beschech Niclas v. Wyle translationen 59 LV. 1521 doheymet Hutten 4,253 B. ⟨1567⟩ daheimbd Andreae planeten (1568)61. 1600 Forner notwehr 296. 2 als notwendige raumbestimmung zusammen mit intransitiven zustandsverben die befindlichkeit im eigenen lebensbereich bezeichnend: ⟨u1400⟩ das er dahaimet nicht beleib/ und ettwie lang sein zeit vertreib,/ ferr hin dan in fremde land! Kaufringer 4,3 LV. 1569 Flexel lobspruch 53 E. daheimet sein zu hause anwesend, antreffbar sein: ⟨1562⟩ Mathesius Sarepta (1571)89b. 1844 dәhaәmt is dәhaәmt Schmeller/F. bayer. wb. (1961)1,1108. bei sinnen sein: 1600 wo bleiben deine sinn? wo dein witz? bist du daheimbd? Forner notwehr 424. 3 daheimet sein mit einer raumergänzung bezeichnet das wohnhaftsein oder abstammen: ⟨1541⟩ an dem ort, da der frömbd daheymat ist rechtsqu. Argau I 4,98.

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Zitationshilfe
„daheimet“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/daheimet>, abgerufen am 07.12.2021.

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