Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

daling, adv.

Fundstelle: Band 6, Spalte 114, Zeile 74
DALING adv.   nbf. dalang, talanc, dalan, dala, tala, dalig u. ä. als abl. verstandene zuss. wohl von 1da und lang adv. (oder kontraktion aus mhd. tagelanc, das mhd. nicht bezeugt ist? s. 1DWB 2,698). mhd. häufiger, gegen ende des 15. jhs. seltener werdend. auf einen gegenwärtigen zeitpunkt hinweisend: ⟨u1196⟩dr.1512 wir enwollen dalanc fuz mit ime geriden Orendel 1685 ATB. ⟨1297/8⟩ tâlanc arm, morne rîch livländ. reimchr. 2684 M. ⟨E15.jh.⟩ id wert vnß dalinck alle kunt Immessen sündenfall 2540 K. 1545 ee zwurend talig kraͤyt der han/ wirst drymal mich verloͤugnet han Ruef lyden F 4a. noch mdal. im schweiz. in der zuss. dalme (s. d.), entstanden aus daling und mhd. mê; vgl.: ⟨14.jh.⟩ dalynck me en mogen wyr neit/ eyn geyner hande stryt gedoen Karlmeinet A 73,48 LV. hs.u1430 Lancelot 1,49 DTM.

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Zitationshilfe
„daling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/daling>, abgerufen am 20.10.2021.

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