Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dalmatika, f.

Fundstelle: Band 6, Spalte 115, Zeile 45
DALMATIKA f.   mhd. dalmâticâ. lehnbildung aus lat. dalmatica. mhd. nbf. dalmanke u. ä., s. Lexer mhd. hdwb. 1,407. st. (o-klasse), nhd. gemischte deklination. liturgisches obergewand des diakons, ursprünglich das aus Dalmatien stammende gewand der spätrömischen kaiser, daher auch für das throngewand der späteren deutschen kaiser. im frühesten beleg von einem kostbaren königlichen kleid überhaupt: ⟨1187/9⟩ und was ein phellil dalmatica./ iz hette di kuninginne Ekuba/ an, so sie cronen truc Heinrich v. Veldeke Eneide 793 DTM. ⟨1258/74⟩ daz (gewand) ist genant dalmaticâ;/ ez wirt ze Rôme und anders- wâ/ vor gotes alter noch getragen Konrad v. Würzburg Silvester 627 ATB. ⟨z.j.1442⟩ klennett, die zu zirheit eins romischen kungs gehoren, so er in seiner majestat sitzet, als die cron, dalmatica, die alben, die stolen (Nürnb.) chr. dt. städte 3,376. 1774/80 24 andere in dalmatiken, und 12 in pluvialen mit ihren bischofshauben und den hiertenstab in der hand Paucke zwettler-cod. 1,133 B.-D. 1940 die krone des königs und kaisers, diese dalmatika, von der eine priesterliche gewalt und eine sendung auch auf den könig übergeht, der gewaltige mantel seiner macht Weismantel d. letzten 253.

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Zitationshilfe
„dalmatika“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dalmatika>, abgerufen am 19.10.2021.

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