Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

damasten, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 124, Zeile 73
DAMASTEN adj.   abl. zu damast, nbf. damaschten. zunächst neben variierenden bildungen, im lauf des 18. jhs. zu alleiniger geltung gelangend. in bestimmten flexionsformen von der kurzbildung damast in älterer sprache manchmal nicht sicher zu unterscheiden. 1 aus damast gewebt, gemustert: 1466 als du uns von eynem damasten rock entbotten haist privatbr. d. ma. 1,74 S. 16.jh. ein nüwe damaschtine paner schweiz. id. 12,1791. 1615 ein damastinen mantel Aeschacius glücks-kampff H 5a. 1799 im damastnen schlafrock Goethe I 47,194 W. ⟨1934/51⟩ das in voller damastener schönheit an der mauer nunmehr prangende banner Broch versucher (Zür. o. j.) 155. in damast gekleidet: 1781 merkwürdigkeiten? sagte der damastne mann J. G. Müller Lindenberg 1,168. 2 in vereinzelter übertragung als wertbegriff, kostbar, gut: 1554 schmackend sie (die wirte) einen schweren seckel bey einem gast, sie gebend im sammet und damasten wort Wickram 2,32 LV. 3 in der bezeichnung einer aus Damaskus stammenden pflaumensorte: 1531 die damastenen (pflaumen) sind die besseren Krautwadel gesundtheyt 38.

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Zitationshilfe
„damasten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/damasten>, abgerufen am 04.12.2021.

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