Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dammerde, f.

Fundstelle: Band 6, Spalte 154, Zeile 33
DAMMERDE f.   1 die lockere, allenfalls mit gesteinstrümmern durchsetzte erdschicht über den festen gesteinsschichten zunächst in der sprache des bergbaus, dann auch der geologie: ⟨1464⟩ auch sol man kainem in der tam erden kain lehen hoͤher verdingen, dan umb VI. mark vngeuerlich samml. baier. bergrecht 92b L. 1767 das erzflöz liegt in verschiedenen teufen unter der dammerde Cancrin bergwerke 5. 1873 die den gesteinen eigenthümlichen zersetzungs- oder verwitterungsprodukte, die reste früherer vegetationsdecken bilden gewöhnlich die oberfläche als dammerde Dechen mineralien 247. jünger meist im blick auf pflanzenwuchs und landwirtschaftliche nutzung, die mit humus durchsetzte erdschicht, enger auch nur der humus selbst: 1713 ist er (der boden) aber geringe, naß, steinigt .., so pflantzet oder säet man darauf, was nicht tieffe wurtzeln wirfft sondern selbige nur oben in der tam-erde führet Carlowitz baum-zucht 160. 1840 einem gemengtheil der acker- und dammerde, dem man den namen humus gegeben hat Liebig chemie 6. ⟨1940⟩ eine etwa 15 cm starke schicht humoser, steinfreier walderde (dammerde) forstbetriebsdienst 273 W./O. 2 die erde eines dammes: 1781 wenn die form (der glocke in der dammgrube) fertig ist, so wird der leere raum um die form .. mit dammerde ausgefüllet Jacobsson technolog. wb. 1,394b.

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Zitationshilfe
„dammerde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dammerde>, abgerufen am 07.12.2021.

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