Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

danklich, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 235, Zeile 52
DANKLICH adj.   ahd. danclih, mhd. danclîch, denclich, mnd. danklĩk, denklĩk. abl. zu dank m. bis ins 16. jh., gelegentlich, wohl in spontanem ansatz, auch jünger. im ahd. gratusanmutig, lieblichglossierend, s. 8.jh. ahd. gl. 1,117,8 S./S. 9.jh. ebd. 161,26. 1 dankend, dankbar: ⟨1187/9⟩ die boteschafft duchte in gut/ und die gebe hersam./ dancliche her sie nam Heinrich v. Veldeke Eneide 3922 DTM. 1432/8 ich aigen/ und frei/ dir dencklich rüff (merschi vois gri) Oswald v. Wolkenstein 69,55 ATB. 1822 welches (angebot) ich .. danklich annehme Goethe IV 35,267 W. 2 des dankens wert, erwünscht, lieb; nur auf nd. boden nachweisbar: ⟨1378/9⟩ denklich waz ym des königes kunft,/ der zu cristenlichir zunft/ dy ungeloubigen brachte Ernst v. Kirchberg 604 W. 1522 Schiller/L. mnd. wb. 1,481b. 3 in der zu dank m. A 2 d δ gehörenden verbindung danklich bezahlen ‘vollgültig’, anscheinend ebenfalls aufs nd. beschränkt: 1423 werit, dat .. de .. rente .. nicht danckliken worde betalet uppe eren rechten dagh stadtb. Anklam 1,183 B. 1560 one allen verzug .. in einer summa dancklich zu zalen Machholth formular 66b.

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dama dankverdiener
Zitationshilfe
„danklich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/danklich>, abgerufen am 07.12.2021.

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