Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dazwischen-.

Fundstelle: Band 6, Spalte 458, Zeile 29
DAZWISCHEN-. A zu dazwischen B. zuss. mit vb. zur bezeichnung von bewegungen, akustischen äußerungen und akten des verbringens, durch die ein eingriff in geschehnis- und redeabläufe oder deren unterbrechung erfolgt. seit dem frnhd. produktiv. im 19./20. jh. nehmen die bezeichnungen akustischer äußerungen zu: -brausen vb.: 1854 Fritze erinnerungsbl. 179. -bringen vb.: 1621 brachten die jenigen .. viel vngelegenheiten darzwischen Neumayr bellum cypr. 426. -drängen vb. refl.: 1935 Waggerl mütter 160. -fahren vb.: ⟨1817⟩ Müllner dr. w. (1828)3,22. 1965 Johnson ansichten 172. -fallen vb.: dr.1616 Pyramus-sp. 137 LV. 1935 Strausz riesenspielzeug 130. -fegen vb.: 1930 Feuchtwanger erfolg 1,54. -fragen vb.: ⟨1937⟩ Seghers ges. w. (1951)3,67. -gellen vb.: ⟨1913⟩ Meyrink wunderhorn 81,121. -knallen vb.: 1879 Vischer auch einer 2,407. 1-kommen vb. -kreischen vb.: 1808 Goethe I 50,314 W. -lachen vb.: 1931 Graf Bolwieser 81. -laufen vb.: 1612 F. Platter 125 B. -picken vb.: 1940 Prien weg 90. -poltern vb.: 1922 Strausz u. T. tag 56. -reden vb.: 1630 Opitz schäfferey 46. 1965 Kesten scharlatan 25. -rufen vb.: 1785 Sintenis pred. 1,205. ⟨1935⟩ H. Mann ausgew. w. 6,264 ak. -sagen vb.: ⟨1855⟩ Kurz s. w. 5,49 F. ⟨1936⟩ Zuckmayer ges. w. (1960)2,98. -schicken vb.: ⟨u1662/3⟩ font. rer. austr. I 3,193. -schlagen vb.: 1668 doch wie ergieng es mir (beim küssen),/ wie fieng der teuffel an zu zischen,/ was schlug er nicht für noth darzwischen Weise überflüssige gedanken 120 HND. -schreien vb.: 1738 Liberius jud Süß 102. 1963 H.-E. Richter eltern 113. -senden vb.: 1485/6 Edlibach chr. 97 U. -spielen vb.: 1762 Moser hof 52. -sprechen vb.: 1812 Goethe IV 23,44 W. 1909 Bahr konzert 99. -springen vb.: 1928 Jung beziehungen 167. -stoßen vb.: ⟨1925⟩ Gmelin Dschinghis Khan 629. -tanzen vb.: ⟨1937⟩ Pleyer Tommahans 90152. -treten vb.: 1531 bibel (Zür.) 2,44a. 1959 Grass blechtrommel 86. -werfen vb.: ⟨1861⟩ Anzengruber 20,45 C. 1940 Weismantel d. letzten 2152. -wüten vb.: 1830 Goethe I 42,1,33 W. B zu dazwischen C. 1 zuss. mit verben, seit dem mhd. produktiv. a zur bezeichnung von tätigkeiten des sicheinmischens, des beeinflussens von verhältnissen: -fahren vb.: 1362 do daz nüt kunde verrihtet werden, wie daz man vaste derzwischent fuͦr und rette (Straßb.) chr. dt. städte 8,73. 1559 Schumann nachtbüchl. 21 LV. -fallen vb.: u1500 Gerstenberg chr. 78 D. -funken vb.: 1934 Tügel Blehk 102. -gehen vb.: ⟨12./13.jh.⟩ da zwene mit einander zȗrnent. die da zwischin gont mengende vnd werrinde. die .. dt. pred. 77 L. 1677 Anton U. v. Braunschweig Octavia 1,187. 2-kommen vb. -legen vb. refl.: 1473 Steinhöwel de claris mulieribus 91 LV. 1860 H. Grimm Michelangelo 1,166. -mengen vb. refl.: 1744 Holberg, z. 2. male 6 lust-sp. 71. -mischen vb. refl.: 1955 Nossack spätestens 230. -pfuschen vb.: 1938 I. Seidel Lennacker 60488. -reden vb.: 1898 wo ich frei nach eigenem ermessen schalte, wo mir niemand dazwischenredet Spitteler 4,223 B. -schlagen vb. 1. -stecken vb. b jünger sind zuss. zur bezeichnung von tätigkeiten des schlagens, schießens u. ä., die gegen ein komplexes objekt gerichtet sind: -dreschen vb.: 1960 Noll abenteuer 1,158. -peitschen vb.: 1911 Unruh offiziere 133. -schießen vb.: 1939 Johann westwall 134. -schlagen vb. 2. 2 substantivische zusb. auf der grundlage von verbindungen mit verben seit dem 17. jh., überwiegend als nomina actionis: -kommung f.: ⟨v1683⟩ Lohenstein Arminius (1689)2,1263a. 3-kunft f. -legung f.: 1718 Hütter observationes 56. -malung f.: 1671 Schott, magia 442. -satz m.: 1671 Schott, magia 478. -schieben n.: 1892 Kautsky programm 289. -schiebung f.: ⟨1861⟩ jedes gesetz darf rückwirken, welches das individuum ohne dazwischenschiebung eines solchen freiwilligen aktes trifft Lassalle ges. reden u. schr. 9,119 B. 1880 es kann aber natürlich auch der fall eintreten, dass der verkehr zwischen mehreren teilen einer sprachgenossenschaft vollständig unterbrochen wird durch starke natürliche grenzen, durch auswanderung des einen teiles, durch dazwischenschiebung eines fremden volkes Paul principien 241. 1911 diejenigen, die eine solche fiktion aufstellen, sind darauf angewiesen, die neuen rechtsregeln aus den gewohnheiten des rechtslebens oder aus dem rechtsgefühle zu erschließen und die dazwischenschiebung eines imaginären, die gesetzesderogierung sanktionierenden persönlichen geistes ist nur eine logische krücke für ein krummes denken Kornfeld machtverhältnisse 83. -setzung f.: 1671 Schott, magia 476. -stehen n.: 1932 Buber königtum 116. -stehendes n.: 1875 in der tat gibt es heutzutage doch nur zwei große einander gegenüberstehende klassen, die der besitzenden und die der nichtbesitzenden, alles dazwischenstehende verschwindet gothaer programm (1947)67. 1964 ich sehe .., wie vieles zwischen gott und mir steht .. selbst wenn ich die zusicherung empfange, daß gott mich trotz dieses noch dazwischenstehenden bejaht Thielicke gespräche 167. -treten n.: ⟨1880⟩ Raabe 14,301 H. 1950 Eichler rechtslehre 91. -tretung f.: 1749 Oppel markscheidekunst 240. -tritt m.: ⟨1831⟩ Harms pastoraltheol. (1837)2,93. als nomen acti: -schiebsel n.: 1913 Holz ignorabimus 399.

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Zitationshilfe
„dazwischenfragen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dazwischenfragen>, abgerufen am 19.06.2021.

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