Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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drei, num.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1348, Zeile 24
DREI num.   (1) ahd. mhd. drî. as. thria, mnd. drē; mnl. nnl. drie; afrs. thrē; ae. þrī, me. thrī, ne. three (aus der form des fem. und neutr. ae. þrēo, me. thrē); an. isl. þrír; norw. schwed. dän. tre; got. þreis. zur idg. wz. *trei- mit ai. tráyah, gr. τρεῑς, lat. trēs. (2) flexion. im ahd.: nom. akk. mask. drî, seltener drîe, fem. drîo (Notker drî), neutr. driu; gen. drîo; dat. drim, drin. – im mhd.: nom. akk. mask. fem. drî, drîe, neutr. driu; gen. drîer, gelegentlich drîere; dat. drin, drîn, drîen. – im nhd.: nom. akk. drei, seltener dreie; flektierter gen. dreier, gelegentlich schwach dreien; unflektierter gen. drei (seit 15. jh.); flektierter dat. dreien; unflektierter dat. drei (seit 15. jh.). (3) im nhd. bestehen unterscheidungen in der verwendung der flektierten und der unflektierten formen: in den bedeutungen B und C herrscht in der regel die unflektierte form drei in allen kasus; ausnahmen (nom. akk. dreie, dat. dreien) im frnhd. sowie jünger noch in mdaa. und umgangssprache.in der bedeutung A wird das wort flektiert oder unflektiert verwendet. und zwar im einzelnen: nom. akk. meist endungslos drei, bei substantivischem und elliptischem gebrauch daneben auch dreie, besonders umgangssprachlich.beim gen. überwiegt die flektierte form dreier bis ende des 16. jhs., danach nimmt die unflektierte form zu; sie steht meist dann, wenn eine kasuskennzeichnung auf andere weise, durch best. art. oder pron., erfolgt. im älteren nhd. begegnet nach best. art. oder pron. öfters auch der schwache gen. dreien. – beim dat. ist die flektierte form bis ins 17. jh. die regel in allen gebrauchsweisen, im 18. jh. nimmt die unflektierte form stark zu; seit mitte 19. jhs. ist die verwendung in der weise geregelt, daß der flektierte dat. dreien bei substantivischem oder elliptischem gebrauch steht, der unflektierte dat. drei nur bei stellung vor dem nomen. (4) im älteren al., sporadisch auch in anderen mdaa., tritt -g- als gleitkonsonant auf: nom. akk. drige, drig, gen. driger, dat. drigen; schweiz. -j- bis in die gegenwart. kardinalzahl mit dem ziffernsymbol 3 oder III. A auf gezählte gegenstände bezogen. 1 adjektivisch; attributiv. a bei im plur. verwendeten nomina: 8.jh. post dies tres after drim tagum ahd. gl. 1,736, 45 S./S. hs.11./12.jh. ich geloube die drîe namin ain gewârin got sangaller glaube III 5 S. ⟨u1170/3⟩ mit drin sinen gesellen graf Rudolf A 31 G. 1287 swer dise gebot ze drin malen brichet corp. altdt. originalurk. 2,231 W. ⟨1352⟩ unde loͮffet .. ueber diese drigge felse Merswin neunfelsenb. 100 ATB. ⟨A15.jh.⟩ off der heyligin dryer konyge tag script. rer. pruss. 3,384. hs.1435/62 von ime næme ich wârez nein für driu gelogen jâ meisterlieder kolmarer hs. 156,20 LV. 1569 ward der Galaor .. durch der dreyen ritter einen .. verwundet Amadis 172 LV. 1603 zwerglein, dreyer spannen lang Rollenhagen reysen 57. 1792 die thätigkeit hat drei grazien zu töchtern: tugend, wissenschaft und reichthum Hippel verbesserung 166. 1875 literarische producte dieser zeit zeigen die .. spuren .. zweier und dreier mit ihnen vorgenommenen umarbeitungen Rückert schriftspr. 1,77. 1978 (das theaterstück) wird .. zu etwa drei fünfteln gespielt frankf. allg. ztg. 11,25. b bei im sing. verwendeten mengen-, maß- oder münzbezeichnungen: A14.jh. der Ragerinne sun von Alplingen geit: ze weinahten driu vlaisch urbarb. Sonnenb. 100 Z. 1681 mit drey pfund bley Lange Flamellus, chym. w. 129. 1800 drei bis 4 fuß hoch Breitenbach brannteweinbrennerey 1,75. 1917 ich will drei glas zum besten geben Gillhoff Swehn 115. 1972 mit drei mann hoch Kempowski uns geht’s ja noch gold 40. c mit ellipse des bezugswortes: u830 thaz in munde zuueiero urcundono odo thriio (duorum testium vel trium) giste iogilih uuort Tatian 298,2 S. ⟨z.j.1477⟩ muss ich aber ein fuder scheite vor 4 oder 5 stucke saltz nemen, das kaume dreyer wert ist Spittendorff denkw. 261 O. 1745 diese zeichnung erleuchtet man mit neun lichtern, nemlich, mit dreyen in osten, mit dreyen in süden, und mit dreyen in westen offenbarte freymäurerey 91. 1974 sie haben kinder? drei. zwillinge und ein .. mädchen Härtling frau 210. d in verbindung mit anderen kardinalzahlen ahd. und z. t. noch im mhd. bei als substantiv verwendetem hunt n., hundert n., tausend n. (ahd. dûsunt f., n., mhd. tûsent n.); dafür seit dem mhd., mit unsicherem zeitpunkt des einsatzes, meist die zuss. dreihundert num., dreitausend num.: u830 thriuhunt pfennigon (trecentis denariis) Tatian 2138,2 S. 9./10.jh. ad III milia ze drin dusonton ahd. gl. 1,689,8 S./S. ⟨u1147⟩ driu hundert althêrren / phlâgen ir zuhte kaiserchr. 57 MGH. hierher wohl noch formen wie: 1377 der vorgeschribener dryerthusent guldinen quit urkb. Basel 4,420 W. ⟨1499⟩ (sie) schickhthen auch pey dreynhundert manen Unrest öst. chr. 106 MGH. nhd. bei den als substantiv verwendeten zahlwörtern wie million f. (m.) usw.: 1520 ein dri milion golts jerlich sat. u. pasquille 23,19 Sch. ⟨1841⟩ was nehmen wir mit ins neue vaterland? / .. polizeimandate drei millionen Hoffmann v. F. ges. w. 4,214 G. 1978 rund 3 milliarden DM frankf. allg. ztg. 149,10. in zusammenstellung mit zehnerzahlen meist durch und verbunden, s. die entsprechenden zuss.: ⟨12.jh.?⟩ daz er .. hie en erde wonete driu unde drizzich iar münch. glaube 29 S. ⟨1335/40⟩ in drîn und drîzic pharren Hadamar 218,7 S. in älterer rechtssprache in zeitangaben vom typ drei vierzehn tage dreimal vierzehn tage: u1290/1300 daz ligent gut sol er in drivierzehen tagen verkaufen nördlinger stadtrechte 9 M. ⟨1328⟩ in drîn viertzehen tagen Ruprecht v. Freising rechtsb. 212 C. ⟨1564⟩ in den drei virzehen tagen öst. weist. 14,36. 2 substantivisch zur angabe der gezählten gegenstände selbst. a von sachen oder sachverhalten: E8.jh. see hear meinit nu dhri: fater ist dher sendida, endi uuort ist dhazs chisendida, endi siin gheist ist dher adhmot (ecce tria, ..; zu ps. 147,18) Isidor 15,18 H. 863/71 (etwas,) thaz siu ellu thriu (meer, himmel und erde) ruarit Otfrid II 1,4 E. ⟨v1022⟩ taz îo ratio driu gescaffôt. ih meino anagenne unde mitti unde ende Notker 2,126 ATB. ⟨u1160⟩ der site der sint dri, da ist rehtes niht bi v. rechte 3,8 M. ⟨u1210⟩ pris unde lop und ere: / der drier wart nie mere / in dem lande geseit / von eines mannes manheit Gottfried 416208 R. ⟨1490⟩ alter löblicher ding gedencken, die gegenwurtige ze ordnen, die kunfftige ze betrachtn, und wer die drew für sich nimt, dem pringt es lob, er und nutz Unrest chr. carinth. 479 H. 1691 aller guten dinge sind drey Stieler stammbaum 335. 1796 wo ich sie (blüten) am gewöhnlichsten zu drey, oder auch einfach gefunden habe Schkuhr botan. hdb. (1791)2,133. ⟨1938⟩ freiheit, nation, frieden, diese drei zu erkämpfen H. Mann ausgew. w. 7,497 ak. –besondere verwendungen. ahd. in zusammenstellung mit zehnerzahlen, durch und, vereinzelt durch auch verbunden: 8.jh. phendico dri indi zuueinzuc ahd. gl. 1,113,34 S./S. u830 thaz nezzi .. fol michilero fisgo, zehenzug inti finfzug inti thrin (centum quinquaginta tribus, Joh. 21,11) Tatian 2237,3 S. 863/71 (an fischen) thria stunton finfzug .. / ouh thri Otfrid V 13,20 E. ahd. mhd. in driu, nhd. in drei teilen in drei teile teilen: u830 thri in zuei inti zuene in thriu uuerdent ziteilit (Luc. 12,52) Tatian 244,22 S. ⟨E14.jh.⟩ ich teil in drî dasz himelsch brôt Suchensinn 1,41 P. 1666 die außtheilung (Jütlands) in drey J. G. Richter Bontempi hist. 158. 1741 in drey getheilt Frisch wb. 1,205c. dreies im kollektiven sing., meist in verbindung mit alles; analog zu entsprechendem gebrauch von beides: 1670 (dreierlei sole) wird in das koth zum Pfann Hacken, und zwar dieses dreyes so wohl bey einzelen tagen als gantzen siede-wochen völlig gegossen Hondorff saltz-werck 14. ⟨1742⟩ sie wollten alle drey gern alles dreyes (läufer, lakai oder jäger) heißen J. E. Schlegel 3,532 Sch. v1867 ihm zu dienen, ihn zu pflegen und zu füttern. mir that sie alles dreies Kügelgen jugenderinn. (1870)311. 1890 dreies ist mir widerwärtig .. unter dreiem wählen können Heyne wb. 1,599. b von personen: u830 thar dar sint zuuena odo thri gisamonate in minemo namen, thar bin ih in mitten iro (ubi enim sunt duo vel tres congregati in nomine meo, Matth. 18,20) Tatian 298,3 S. ⟨1060/5⟩ irne waren doch nieht drî wiener genesis 223 ATB. ⟨1210/20⟩ sun, dû solt .. / dîn tougen niht den tumben sagen: / daz zwein ist reht, ze wît ist drîn winsbeck. ged. 36 ATB. ⟨1316⟩ wir drî an einer gotheit sîn, / ein got unde drî persône bruder Philipp 5116 R. 1597 drey dienerin .. / den dreyen war nach Christo so weh kirchenlied 2,976 W. 1624 vnd ob ihr (gottvater, -sohn und heiliger geist) drey schon seyd, seyd jhr doch ein’s allein Opitz t. poemata 193 HND. 1771 drey gegen mich, die könnten mir zu schaffen machen Stephanie lustsp. 1,63. 1889 der kammerrichter, dem .. zwei senatspräsidenten zur seite traten. alle drei mußten dem hohen adel angehören Schröder rechtsgesch. 766. 1931 zu zweien und dreien gruben sie erdlöcher aus Heydebreck wehr-wölfe 140. 1967 er arbeitet für d[rei] WDG 2,852b. – in älterer rechtssprache die drei mitglieder eines dreierausschusses: ⟨1293⟩ die drie des rates DRW 2,1082. 1653 die drey deß pfenningthurns, auß den zumännern, so alle schöffen auß den zünfften dahin erkosen Murschel flos 42. 3 übertragen von 1 zur angabe einer unbestimmten, meist einer geringen, anzahl; wenige, ein paar: ⟨u1147⟩ zwai wort oder driu / wolt ich dir kunden, / ê iz di liute bevunden kaiserchr. 12506 MGH. hs.1471 vnd welche sölicher mynn begert, / die ist nit dreyer wicken wert liederb. Hätzlerin 233a H. 1526 die lang red wirt mit drien worten brochen N. Manuel 172 B. ⟨1691⟩ solche leute, die nicht drey zeilen .. zuwege bringen können Thomasius vernunfft-lehre (1699)143. 1797 drey schritte vom leib! Serz idiotismen 32b. ⟨1843⟩ sehn sie drei schritte vor sich, da tritt die zukunft auf B. v. Arnim 6,222 Oe. ⟨1959⟩ kann man sich nicht ewig und drei tage mit den alten geschichten herumschlagen Schallück Reineke (1962)180. B als bloße zähleinheit, die zahl drei bei zähl- oder rechenvorgängen. nhd. in der regel unflektiert verwendet: ⟨v1022⟩ diu selba zala (fünfzehn) diu ist ûzer zuelfen unde drin, alde ûzer zênen unde funfen Notker 3,3,949 ATB. ⟨u1200⟩ zwên und einer daz sint drî Walther 1195,14 K. ⟨u1450⟩ eyn, czwene, dry, vier rhein. ostersp. 923 R. 1691 drey und drey ist sechs Stieler stammbaum 335. 1954 ‘zwei, drei!’ brüllte Schulz und stimmte an Kirst nullacht 1,106. 1975 lektion drei Helbig/B. dt. gramm. 295. 1978 (die pianisten) wurden .. auf rang eins und drei plaziert frankf. allg. ztg. 127,23. nicht drei, bis drei zählen können dumm sein: 1529 es sey denn, das er nicht künd zelen drey Agricola musica 24 E. 1691 welcher (lehrjunge) .. nicht über dreye zehlen kunte d. proceß-führende geist 58. ⟨1910⟩ nun stand er da, als wenn er nicht bis drei zählen konnte Löns wehrwolf (1944)13. 1967 WDG 2,852b. C als uhrzeitangabe. nhd. in der regel unflektiert verwendet. 1 alleinstehend: 15.jh. das sü alle usz unser stat sient, so die glocke drü sleht straßb. zunft-verordn. 39 B. ⟨z.j.1475⟩ uffn freytagk .. zwischen zwen und dreyen Spittendorff denkw. 160 O. 1558 heut frü spaciert ich auß umb drey Sachs 5,300 LV. 1905 nachmittags gegen drei kam Bertram .. zurück Thomas kunden 416 H. 1967 es ist d[rei] (uhr) WDG 2,852b. – substantiviert: 15.jh. (leute, die) über die drü in diser stat blibent straßb. zunft-verordn. 39 B. 1948 ab den drǖ(n)en von 3 uhr an schweiz. id. 14,6. 2 in verbindung mit dem substantiv uhr: 1533 heut am morgen gegen tag umb drey ur geschichtsqu. Hall 1,315 K. ⟨1953⟩ um drei uhr nachmittags Baum rehe (1954)137. D drie in adverbialer verwendung; dreimal: 1292 so scal he ene drie heiten opstan stadtrechte Hamb. 99 L. hs.u1400 das hoybet .. ryff lude in den hemmel drystunt: herre, wrych myn blut! do horte her eyne stymme obin her neddir, dy sprach ouch drye: .. wundergesch. 39 R. 1498 de yw .. vorloch twye efte drye Reinke de vos 25600 ATB.

drei, f.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1353, Zeile 49
DREI f.   mhd. drîe. substantiviert aus drei num. A kollektiv für drei dinge. 1 drei augen beim würfelspiel: 12.jh. vnio .. êsse (as) .. binio .. tvͦs (daus) .. trio vel suppvs .. drîge ahd. gl. 3,162,32 S./S. ⟨u1227/47⟩ der tiuvel schuof daz würfelspil / .. die drîen ûf die drîe namen Reinmar v. Zweter 109,6 R. dr.1544 drei würfel zucket ich herfür / und warf zink, quater, drei volkslieder 32,9 U. 1976 eine drei würfeln Duden wb. dt. spr. 2,567b. 2 dreierlei zusammengehöriges: ⟨1200/10⟩ got, dîner trinitâte, / .. der jehen wir, mit drîunge / diu drîe ist ein einunge Walther 113,5 K. ⟨E13.jh.⟩ in der drie des todis, daz ist in den drin tagin noch deme tode paradisus anime 31 DTM. 1800 glückseliger aspekt! so stellt sich endlich / die große drei (Jupiter, Venus, Mars) verhängnisvoll zusammen Schiller 8,177 nat. B gegenstand mit der nummer oder dem wert drei. 1 spielkarte: 1605 tre, nelle carte da giuocare drey im kartenspiel Hulsius dict. it.-t. 305a. 1976 Duden wb. dt. spr. 2,567b. 2 öffentliches verkehrsmittel; die linie drei: 1967 umg. mit der drei (mit einem wagen der straßenbahnlinie 3) fahren WDG 2,852b. C zähleinheit. 1 die zahl drei: ⟨v1683⟩ bestehet die siebende zahl (die zahl sieben) aus einer drey und viere Lohenstein Arminius (1689)2,203b. 1952 die drei ist eine heilige zahl Jacob Haydn 134. 2 als bewertungsnote schulischer leistungen: 1864 drei bekommen, beim abgange vom gymnasium u. sonst Gutzeit Livland 1,198a. 1976 er hat in latein eine d[rei] geschrieben Duden wb. dt. spr. 2,567b.

drei, n.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1354, Zeile 77
DREI n.   substantiviert aus drei num. drei eine einheit bildende personen oder dinge: 1662 diß gedreyte eins und geeinte drey (die trinität) Greiffenberg sonette 196. 1827 doch zu göttlichem entzücken / bildet sie (liebe) ein köstlich drei Goethe I 15,1,228 W.

dreien, vb.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1358, Zeile 50
DREIEN vb.   mhd. drîen. abl. von drei num. A (aber s. 4). vorwiegend mhd., im nhd. selten. 1 zu drei werden, sich verdreifachen; einwertig, refl.: ⟨u1200⟩ von dem (gott), der sich drivalteclîchen eine hât gedrîet Walther 1136,32 K. 1597 was sich zweye, das treye sich auch gern laleb. 125 HND. 1799 intrearsi .. drey werden .., sich dreyen Jagemann voc. 1,702. 1974 was si(ch) zweiet .., das dreiet .. si(ch), was zweimal geschieht, geschieht auch ein drittes mal schweiz. id. 14,33. oft im zustandspassiv oder als attributives part. prät.: ⟨u1210⟩ von der gedrieten not Gottfried 41830 R. ⟨1331/5⟩ heilic bistu, herre got, / einer und ouch gedriet Daniel 3427 DTM. 1662 diß gedreyte eins und geeinte drey (die trinität) Greiffenberg sonette 196. 2 etwas verdreifachen; zweiwertig: ⟨u1280/90⟩ sus wart sîn (des kaisers) nam mêr dan zwivalt gedrîet Lohengrin 3160 R. hs.M14.jh. din munt sol sich ruemens vrîen, / daz tuot dine sælde drîen minnesinger 3,168b H. 3 von dreierlei art sein; einwertig, refl.: ⟨u1270⟩ der amatist sich driet mit varwe und ouch mit arte Albrecht v. Scharfenberg Titurel 359,1 DTM. 4 vereinzelt zu drei f. A 1; zur drei (auf dem würfel) werden: ⟨u1220⟩ hôhvertic ses, nû stant gedrîet! / .. nû smiuc dich an der drîen stat Walther 1180,8 K.

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dottersamen dreißigtonner
Zitationshilfe
„drei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/drei>.

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