Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dreiangel, m.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1354, Zeile 6
DREIANGEL m.   lehnwort aus lat. triangulum n. mit eindeutschung des ersten wortbestandteils genus gelegentlich auch fem. oder neutr. 1 dreieck: ⟨A/M15.jh.⟩ der götlich spehe driangel / in seiner hohen weißheit kamer (symbol des heiligen geistes) Rosenblüt 105 D. 1538 drei nuß soll man in eyn dreiangel zuͦsamen setzen Herr ackerwerck 143a. ⟨v1801⟩ von deren (grundlinie) beyden enden man einen gleichschenklichten dreyangel .. beschreibt Lavater nachgelass. schr. 5,110 G. jünger noch mdal., besonders im nd. und rhein. 2 gegenstände in gestalt eines dreiecks; der erste beleg unklar: ⟨1510/30⟩ haken, spaten, schue drei angell zu treten, .. und wie den alle kriegesgeschir heistt Grunau preuss. chr. 3,286 P. 1766 daß sich derjenige theil (bestimmtes werkzeug) .. an einen dreyangel endiget Brunner zahnarzt 83. 1847 driaͦngl .. ein dreieckiger hut Castelli Oesterreich 114. 1899 dreiangel .. kleines dreibeiniges geräth, auf welchem das plätt- (oder bügel-)eisen steht Lemke volksthüml. (1884)3,92. jünger noch verbreitet mdal., besonders im nd. und rhein.; auch als flurname. 3 musikinstrument, triangel: 1650 mit kleinen pauken .. und klingenden dreyangeln Helwig Noris 62. ⟨1856⟩ mit dem fuß den dreiangel (schlagen) Keller 7,309 F. jünger noch verbreitet mdal. 4 dreieckiger riß: 1879 Seiler basler mda. 84a. 1911 Müller-F. obs. mdaa. 1,246a. 1959 daß dabei die hose einen blitzsauberen dreiangel abbekam Herzog Diana 81.

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dottersamen dreißigtonner
Zitationshilfe
„dreiangel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dreiangel>.

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