Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dreieinig, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1358, Zeile 8
DREIEINIG adj.   zuss. von drei num. A 1 und einig adj., unter voraussetzung von älterem dreieinigkeit f. 1 als eigenschaft, seinsweise gottes; attributiv seltener prädikativ, auch substantiviert: ⟨u1500⟩ im (dem ‘wort’) was aller creft gewalt / im rat der einigen dreyung / und drey einiger ordenüng Folz meisterlieder 73,13 DTM. dr.1657 o herr, dreyeinger gott kirchenlied 2,449b F./T. 1684 las, dreieiniger, gefallen, / was mein hertz ewig ausdrükkt Kuhlmann kühlpsalter 1,37. 1963 solange sie (frage nach gott) nicht mit zusätzen wie ‘dreieiniger’ oder ‘einzig wahrer’ gestellt wird Grass hundejahre 21581. 2 übertragen von drei nicht trennbaren personen oder dingen: 1800 dreiein’ger kräfte wechselspiel F. Schlegel I 5,299 B. 1831 krieg, handel und piraterie, / dreieinig sind sie, nicht zu trennen Goethe I 15,1,297 W. ⟨1926⟩ dein baß .., der kardinalische bariton und tristanischer tenor dröhnten dreieinig und gar lieblich in mein ohr A. Neumann teufel (1927)89.

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dottersamen dreißigtonner
Zitationshilfe
„dreieinig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dreieinig>, abgerufen am 25.01.2022.

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