Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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drell, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1386, Zeile 77
DRELL adj.   lehnwort aus ostnd. drell adj., das mit westf. drell, mnd., nnl., mhd. drel neben nd. drall adj. und seinen entsprechungen steht. von ende 17. bis anfang 19. jhs. gelegentlich in hd. texten des nordostdt. raums. 1 in bezug auf garn, fäden u. dgl., fest gedreht: ⟨1696⟩ garn, das nicht drell, sondern locker gesponnen Grüwel bienen-kunst (1719)500. 1807 das spinnen sowol des drellen als des losen fadens Schleiermacher Platon (1804)2,2,299. 2 in bezug auf weibliche personen, von jugendlich kräftigen körperformen: ⟨1692⟩ werd ich .. zu Gustgen mich gesellen, / so thu deßgleichen auch bey deiner liebsten drellen in: Canitz ged. (1727)124 K. 1778 ein gesundes drelles mädchen Hermes Sophie 4,166. 3 von rascher bewegung: 1780 daß er (ein schauspieler) .. so drell .. herum lief, daß die tänzer ihn kaum wieder haschen konnten Forster reise (1778)2,107.

drell, m.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1386, Zeile 16
DRELL m.   lehnwort aus nd. drell m., das wie die adj. drall und drell zur sippe von drillen vb. gehört. hd. synonyme sind die auch etymologisch verwandten 1drill m., drillich m. sowie zwillich m. festes gewebe, hauptsächlich für arbeitskleidung matratzen u. dgl.: ⟨1454⟩ terciam (casulam) factam wlgari nomine de drelle in: Staphorst hist. ecclesiae 1,4(1731)370. ⟨1694⟩ grobe ungebleichte sack-leinwand oder drell corp. constitutionum march. 4,1,139 M. 1943 feinfädiger drell Lorenzen rettungsschwimmen 18.

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Zitationshilfe
„drell“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/drell>, abgerufen am 21.01.2022.

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