Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

drillich, m.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1394, Zeile 4
DRILLICH m.   das für gewöhnlich als substantivierung von mhd. drilich adj. (s. dreilich adj.) angesehene wort gehört wohl als bildung mit germ. k-suffix neben 1drill m. und nd. drell m. zur sippe von 1drillen vb.das genus vereinzelt auch neutr. – schriftsprachlich dominiert seit dem 18. jh. die auf vokalentfaltung beruhende zweisilbige form. mdal. gilt noch weithin einsilbiges drilch. gegen ursprünglich anlautendes t setzt sich 1. hälfte 18. jhs. seit 17. jh. bezeugtes d durch. 1 festes leinen- oder baumwollgewebe für arbeits-, exerzier- und sträflingskleidung, matratzen, markisen u. dgl.: 1432 die lynweber söllent veyl haben lynyn tuͦch, zwilich, trillich obrhein. stadtrechte III 3,1,339. 1960 unter dem rock des ausgebleichten anstaltsanzugs aus drillich Zuckmayer ges. w. 2,355. 2 aus drillich hergestelltes: ⟨1797⟩ zank und ärger fleucht vom drillich (tafeltuch) Voss s. ged. (1802)4,251. 1960 ein schwarzer drillich ..; der exekutionsanzug Gaiser pass 12.

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dreißigtage dunkelfarb
Zitationshilfe
„drillich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/drillich>, abgerufen am 21.01.2022.

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