Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

drischel, m.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1403, Zeile 75
DRISCHEL m., f.   ahd. driscila, mhd. drischel. ae. þerscel, ne. (mdal.) threshel. mit -l-suffix zu dreschen vb. gebildeter gerätename. das genus ahd. und mhd. fem., nhd. zunehmend auch mask. drischel ist vornehmlich obd. bis ins 18. jh. hinein geläufig, es begegnet danach schriftsprachlich nur noch als reflex mdal. gebrauchs. mdal. noch obd. sowie im obs. und preuß. dreschflegel, häufig auch hinsichtlich einer verwendung als schlagwaffe: 8.jh. flaigegellus driscila ahd. gl. 3,2,31 S./S. 12.jh. tribula drischel ebd. 4,104,41. ⟨1215/6⟩ swenn diu drischel bricht daz strô Thomasin 4980 R. 1432/8 louff gen stadel, .. gabel, drischel, reitter, sichel vindstu dort Oswald v. Wolkenstein 48,15 ATB. 1555 wer hacken spies drischln armprust oder andre verpottne wöhr zu dem wein tregt öst. weist. 8,48. 1730 sollen sie also balt mit trüschel, kliebhacken und gueten prüglen in das schloß zur hülf erscheinen ebd. 10,207. ⟨1937⟩ auf dem hofe .. gingen die dreschmaschinen .., der dreitakt der drischeln klappte und klang Pleyer Tommahans 9040.

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Zitationshilfe
„drischel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/drischel>, abgerufen am 21.01.2022.

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